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Danke an @Cel für die metallurgischen Anmerkungen. Das ist jetzt nicht so mein Beritt. Der Hauptpunkt bei Satetsu ist mE, dass es beim Ausschmelzen ein Material höherer Dichte ergibt als anderes Ausgangsmaterial. Wobei die Aficionadas da noch zwischen rotem und schwarzem Eisensand unterscheiden. Ein gewisser Dr. Schweikart :ph34r: schreibt, er sei der geringere Kohlenstoffgehalt, der bei Tetsubin aus diesem Material Rostbildung zumindest erschwert. Bei meinen rudimentären Chemiekenntnissen will mir das nicht so recht einleuchten, aber vielleicht kann ja jemand mit etwas fundierterem Basiswissen auf diesem Gebiet dazu etwas beitragen, @Manfred vielleicht, wenn ihn das Thema reizt.

Richtig ist jedenfalls, dass Satetsu (also das Ausgangsmaterial) einen vergleichsweise sehr geringen Kohlenstoffanteil hat. Bei der Verarbeitung zu Klingenstahl wird es deswegen gezielt aufkarbonisiert. Wie es bei der Verarbeitung zu Gusseisen aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis. Schon gut möglich, dass da ein Aufkarbonisieren unterbleibt und das Material des Tetsubin nicht nur dicht sondern auch kohlenstoffarm ist. Wie Letzteres allerdings zur Rostfestigung beitragen soll, verstehe ich nicht.

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Geschrieben (bearbeitet)

Eigentlich ist es ja nicht der Kohlenstoff der reagiert, sondern das Eisen. Der Kohlenstoff ist dafür da, dass das Metall härtbar wird. Ohne Kohlenstoff kein Stahl. Jeder mit Kohlenstoffstahl an Messern kennt das Anlaufen der Klinge, jedoch rostet Kohlenstoffstahl nicht so schnell wie immer dargelegt wird. Minimale Pflege, abwischen nach dem Schneiden, ab und an eine hauchdünne Schicht Öl und gut ist. Eisen rostet, auch wenn kein Kohlenstoff vorhanden ist, das ist ein Schnellschuss vom Herrn S.

Wenn man sich den Stahl vergrößert denkt, ist hoch reiner Stahl in etwa ....

von den Karbiden, etwas verunreinigter Stahl dann vielleicht..o...o.oo

Und Chromstahl ..Oo..oOOOo.

Chromstahl ist jetzt auch nicht rostfrei, dafür rostträge. Es dauert halt länger. Es sind aber auch riesige Teile im Stahl die leichter aus dem Gefüge brechen oder eine unebene Fläche hinterlassen. Kleine Karbide stark poliert bieten eine geringe Angriffsfläche und wie gesagt, Kohlenstoffstahl rostet nicht so schnell wie immer gesagt wird.

Der riesige Vorteil von Tamahagane liegt darin das man den Stahl gut härten kann, der Stahl aber sehr flexibel bleibt. Des weiteren werden Katana partiell gehärtet, Schneide hart, sehr dünn ausgeschliffen, Klingenrücken weich, zum abfangen der Schläge. Moderne Hochleistungsstähle in den richtigen Händen schlagen diese Stähle aber auf Ihren gebieten. Die meisten hochwertigen Klingen aus Japan bestehen aus weißem Papierstahl. Dieser ist von der Zusammensetzung dem Tamahagane nahezu gleich, kommt aber nicht aus dem Rennofen.

Es kann natürlich sein das Satetsu unter 0,2% Kohlenstoff liegt, daher nicht als Tamahagane läuft weil es kein Stahl mehr ist (nicht härtbar) und daher schon die Differenzierung kommt. Kohlenstoff hat m.E. aber nichts mit Rostanfälligkeit zu tun. Satetsu wäre dann aber kein Stahl sondern Metall (Eisen) und wäre "weich" und nach dem gießen nicht spröde und auf Spannung. Das Ausgangsmaterial ist aber bei Satetsu und Tamahagane gleich, die Gewinnung des Metalls/Stahls sehr ähnlich.

Die Karbide aber noch immer sehr klein.

bearbeitet von Cel

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