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Silbernadeltee

Bereits der erste Augenschein auf den Tee verrät, wie der Silbernadeltee zu seinem wunderschönen Namen gekommen ist. Die Teeblätter sind etwas größer und an der Rückseite von feinem Silberflaum überzogen. Auch dieser Tee hat eine besondere kulturelle Bedeutung; so sagt man ihm nach, dass er der Legende nach einst in der Trinkschale des Kaisers Cheng Nung entstanden ist, als dieser sich unter einem Teestrauch niedergelassen hat.

Weißer Tee

Weißer Tee aus China zählt als „Krone der Teeschöpfung“ und beschreibt eine besondere Tee-Rarität. So ist die chinesische Teekultur von unzähligen Mythen und Legenden durchwoben, die dem weißen Tee lebensverlängernde Kräfte nachsagen – und in seltenen Fällen soll er der Sage nach sogar Menschen zur Unsterblichkeit verholfen haben…  Und so kam es, dass die Herrscher Chinas schon im frühen 11. Jahrhundert v. Chr. ihr Gefolge und ihre Untertanen in die entlegensten Regionen des riesigen Reiches der Mitte aussandten, nur um einige Hände voll dieser magischen weißen Teeblätter zu erhalten!

Kostbar und geheimnisvoll!

Überall auf der Welt gilt weißer Tee als die exklusivste Tee-Sorte überhaupt. Ins Deutsche übersetzt bedeutet sein Name etwa „Weiße Pfingstrose“, „Wassergeist“ oder „Silbernadel“. Baihao Yinzhen heißt „die Weißhaar-Silbernadel“, welche als weißer Tee in den Da-Bai-Gärten von Zhenghe und Fuding im Norden der Provinz Fujian geerntet wird. Als eine der besten, teuersten und rarsten Teepflanzen wurde der Silbernadeltee in früheren Zeiten sogar mit Gold aufgewogen.

Um nur ein Kilogramm dieser besonderen Teevariante und Kostbarkeit zu gewinnen, bedarf es mehr als 30.000 von Hand gepflückte, ungeöffnete, obere Blattknospen! Noch immer werden die Teespitzen in den weltweit einzigartigen Teeanpflanzungen im Hochland Chinas auf traditionelle Weise gepflückt und auch heute noch werden zum Teil Erntemethoden gepflegt, die früher dem Kaiser und seinem Hofstaat vorbehalten waren. Bei der „kaiserlichen Pflückung“ wurden seinerzeit nur Knospen gepflückt, deren Reinheit nicht befleckt wurde – und zwar von der Ernte bis in die Teeschale des chinesischen Kaisers. Die jungen Teepflückerinnen trugen bei der Ernte Handschuhe und gaben die behutsam abgeschnittenen weißsilbrigen Knospen zum Trocknen in geflochtene Körbe.

(Doch weiß niemand genau, welche besonderen Vorsichtsmaßnahmen in der heutigen Zeit ergriffen werden, um das faszinierende, an Orchideen erinnernde Aroma der Silbernadeln zu bewahren. Teekenner jedenfalls lieben diesen himmlischen Duft) 😊

Was den Silbernadeltee zudem noch rarer macht: Er wird bloß zweimal im Jahr geerntet – und dann auch nur an zwei Tagen, die zuvor sorgfältig geplant werden. Ist es an jenen Tagen entgegen der Wetterprognose windig oder regnerisch, verzichtet man lieber auf die Ernte…

Silbernadeltee in der Kultur

Der kostbare Silbernadeltee ist Bestandteil vieler Zeremonien der traditionellen chinesischen Teekultur, die über viele Jahrhunderte gewachsen ist. „Gong Fu Cha“ gilt als bekannteste chinesische Teezeremonie, ihr Ritus hat schon lange einen festen Platz in Chinas faszinierender Teekultur.

Gong Fu Cha  beschreibt die besondere Perfektion, die man nur durch Erfahrung und besondere Übung erreichen kann. Im Zentrum steht dabei das stetige Bemühen des Teemeisters, den perfekten Tee zuzubereiten, was zum einen handwerkliches Geschick und zum anderen die richtige meditative Verfassung braucht. (Wenn Sie einen Besuch in China planen, nehmen Sie unbedingt an einer unvergesslichen klassischen Teezeremonie teil.)

Mehrere Aufgüsse

Bei Gong Fu Cha wird der Tee in mehreren Aufgüssen getrunken. Beim ersten Aufguss sollen sich zunächst die Knospen öffnen - vorab wird der betörend schöne Duft genossen, darum wird der Tee zur ersten Einstimmung direkt in die Schalen eingeschenkt. In China nennt man dies  den „Aufguss des guten Duftes“. Anschließend folgt der „Aufguss des guten Geschmacks“ – und jetzt, beim zweiten Aufguss, können sich die Aromen so richtig entfalten!

Poetisch bezeichnet man die weiteren Aufgüsse des Tees als „Aufguss der sehr langen Freundschaft“, denn solange man den Tee immer wieder aufgießt, ist man ihm symbolisch freundschaftlich zugewandt. 😊 Mit jedem weiteren Aufguss muss der Tee jeweils zehn Sekunden länger ziehen, auf diese Weise schmeckt er immer wieder ein bisschen anders und man kann bald feststellen, wie mannigfaltig seine Geschmacksvariationen doch sind!

Teezeremonie

Wer eine Teezeremonie mit Silbernadeltee begehen möchte, geht dabei wie folgt vor: Zunächst werden die Teegefäße/Teekanne erwärmt. Im nächsten Schritt werden Gefäß oder  Kanne mit etwas frisch aufgebrühtem Wasser gefüllt und der Silbernadeltee hineingegeben. Mit heißem Wasser auffüllen, den Duft wahrnehmen – und das Wasser wieder abgießen.

Nun einen zweiten Aufguss mit 70-80 Grad heißen Wasser vornehmen, und (je nach Geschmack) 3-5 Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb kreisförmig in die Teeschale eingießen. Den Duft genießen, das Auge an der Farbe erfreuen! Schließlich kann der Tee getrunken werden. Jeder weitere Aufguss sollte dann 10 Sekunden länger ziehen. Am Schluss dieser schönen Teezeremonie werden die gebrauchten Teeblätter schließlich in saubere Teeschalen gelegt und den Gästen als Geschenk und Erinnerung überreicht. 😄🌿🍵

Eine gepflegte Teezeremonie mit Silbernadeltee bietet uns in unserer heutigen schnelllebigen Zeit ein wunderschönes Ritual, um im Familien- oder Freundeskreis einmal so richtig abzuschalten und ein wenig „herunterzufahren“. 😊

 

Silbernadeltee2.jpg

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Na das passt ja!

Hatte heute einen Tee im Silbernadel-Stil vom Teegarten Doke in Bihar (Indien) in der Shiboridashi. Gekauft bei meiner präferierten Quelle für indische Tees, What-Cha, befindet er sich schon seit längerem in meinem Besitz. Seit der Ernte im Juni 2018 hat bereits ein merklicher Reifungsprozess eingesetzt, der dem Tee gut tut, auch wenn solche reinen Knospentees tendenziell weniger zur Lagerung vorgesehen sind, als großblättrige Tees wie bspw. Yunnan Moonlight Whites.

Bei dieser Silbernadel trägt die Reifung zu einem ausgewogenen Geschmackserlebnis bei, indem sie den zitrisch-frischen, kräutrig-vegetabilen Noten eine samtige Süße zur Seite stellt. Gerade die Zitrus-Noten assoziiere ich stark mit jungen, indischen 1st Flush Tees und ich weiß nicht, inwiefern sich ein solches Aroma-Gefüge auch im chinesischen Original findet, da ich von letzterem noch kein Exemplar in der Schale hatte.

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Wenn das mal keine hübschen Blätter sind! Machen dem Namen alle Ehre.

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Die Wahl fiel heute auch deshalb auf diesen Tee, weil ich gestern etwas zu tief ins Glas geschaut habe. Das kommt ziemlich selten vor, was der am Folgetag erforderlichen Leidensbereitschaft nicht unbedingt zuträglich ist. Weißer Tee im Allgemeinen, mit seinem klaren, sauberen, unaufdringlichen Geschmack, scheint mir bei solchen Wehwehchen sehr wohltuend zu sein. Ein weißer Knospentee im Speziellen bietet mit seinem hohen Koffeingehalt dann wirklich alles, um den vor sich hin vegetierenden wieder unter die wahrhaft Lebenden zu holen.

P.S. Die Rede ist übrigens lediglich von Kopfschmerzen. Solltet ihr - im Wortsinne - übler dran sein, so reflektieret eure Missetaten gründlich, erhebet den drohenden Zeigefinger gegen euch selbst, und trinkt ne Gemüsebrühe. Oder, naheliegenderweise, einen Gyokuro? Mhm, müsste man ausprobieren. Das darf dann aber gerne jemand anderes machen.

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Also wenn man jetzt mal genau betrachtet was das Wort wirklich bedeutet, muss man einige Umwege machen um "银针", was für yin zhen steht, richtig verstehen zu können. Auf Spanisch übersetzt, denn der Boss ist schliesslich Spanier, erhält man zuerst einmal "Poste de plata", davon ausgehend erfährt man auf Bengalisch mehr, denn einiges was früher in China billig hergestellt wurde ist nun dorthin abgewandert, und dort versteht man ausgehend von der spanischen Übersetzung auf Bengalisch "সিলভার মেরু", so kommt man dann im Griechischen der Sache näher, weil die mit ihrem Bergtee auch irgendwie involviert sind, nämlich "Ασημένιος πόλος", und da wir schon einmal bei den koptischen Sprachen sind und die Russen schon lange Ahnung vom Tee haben, meinen sie deshalb dazu "Серебряный столб", was endlich dann auf Englisch mit "Silver pillar" wiederzugeben ist, und eben nicht wie direkt aus dem Chinesischen ins Englische übersetzt "Silver pole", denn "Silver pillar" ist im Deutschen mit "Silberne Säule" zu verstehen ist, das bedeutet nach Pu'Er ist Weisstee die 2. wichtigste Säule, was die Teelagerung angeht. Ich hoffe damit ist allen jetzt alles restlos klar.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 2 Stunden schrieb Shibo:

auch wenn solche reinen Knospentees tendenziell weniger zur Lagerung vorgesehen sind, als großblättrige Tees wie bspw. Yunnan Moonlight Whites.

Wie im vorherigen Beitrag sprachwissenschaftlich bewiesen wurde, eignet sich Yin Zhen doch auch sehr gut zur Lagerung. Neulich war das auch mit Teefreunden und einem darunter befindlichen Weissteekenner ein ausführlich behandeltes Thema, demzufolge ist das häufige Lagerproblem mit Yin Zhen lediglich auf eine oft vorkommende zu hohe Feuchtigkeit zurückzuführen, welcher so dann dazu neigt, nach ein paar Jahren ein (für Weisstee unpassendes) Waldbodenaroma anzunehmen. D.h. bevor man Yin Zhen einlagert sollte dieser am besten kurz an der Sonne ausgelegt etwas trocknen - bei Weisstee lieber zu trocken als zu feucht.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 4 Stunden schrieb Shibo:

Die Wahl fiel heute auch deshalb auf diesen Tee, weil ich gestern etwas zu tief ins Glas geschaut habe. Das kommt ziemlich selten vor, was der am Folgetag erforderlichen Leidensbereitschaft nicht unbedingt zuträglich ist. Weißer Tee im Allgemeinen, mit seinem klaren, sauberen, unaufdringlichen Geschmack, scheint mir bei solchen Wehwehchen sehr wohltuend zu sein.

😹

Oh ja, Silbernadeltee tut offenbar auch bei einem kleinen Kater ganz gut - im Kopf als auch im Magen.
Wunderschöne Aufnahmen, Silbernadel und Teeutensilien sind eine Augenweide - vielen Dank für's Teilen.

👍

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vor 15 Stunden schrieb Roberts Teehaus:

Überall auf der Welt gilt weißer Tee als die exklusivste Tee-Sorte überhaupt.

Man habe ich Glück! Er gestern habe ich zwei Spam Emails bekommen und beide wollen mir diesen seltenen Yin Zhen verkaufen. Liegt vermutlich an meiner Ausstrahlung, dass ich und nicht etwa der Kaiser von China das Rennen für diese besondere Rarität gemacht hat! :whistling:

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vor 23 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Also wenn man jetzt mal genau betrachtet was das Wort wirklich bedeutet, muss man einige Umwege machen um "银针", was für yin zhen steht, richtig verstehen zu können. Auf Spanisch übersetzt, denn der Boss ist schliesslich Spanier, erhält man zuerst einmal "Poste de plata", davon ausgehend erfährt man auf Bengalisch mehr, denn einiges was früher in China billig hergestellt wurde ist nun dorthin abgewandert, und dort versteht man ausgehend von der spanischen Übersetzung auf Bengalisch "সিলভার মেরু", so kommt man dann im Griechischen der Sache näher, weil die mit ihrem Bergtee auch irgendwie involviert sind, nämlich "Ασημένιος πόλος", und da wir schon einmal bei den koptischen Sprachen sind und die Russen schon lange Ahnung vom Tee haben, meinen sie deshalb dazu "Серебряный столб", was endlich dann auf Englisch mit "Silver pillar" wiederzugeben ist, und eben nicht wie direkt aus dem Chinesischen ins Englische übersetzt "Silver pole", denn "Silver pillar" ist im Deutschen mit "Silberne Säule" zu verstehen ist, das bedeutet nach Pu'Er ist Weisstee die 2. wichtigste Säule, was die Teelagerung angeht. Ich hoffe damit ist allen jetzt alles restlos klar.

How to confuse a cat 😸
Das muss ich erst einmal sacken lassen - wieder hervorholen, erneut betrachten, wieder sacken lassen - abwarten und dabei Tee trinken - und dabei erneut darüber nachdenken 😅. Aber mir fällt dazu bestimmt noch etwas ein. Lass mir nur ein bisschen Zeit... 🕒🕓🕔🕕

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    • Von Zip
      Liebe Teefreund*innen,
      Nachdem ich einige Beiträge dazu bereits gefunden habe und nicht weiterkomme, brauche ich Euren Rat.
      Der Post erscheint im China-Grüntee Bereich, da mir dieses Phänomen größtenteils bei chinesischen Grüntees widerfährt, aber teilweise auch bei japanischen, wobei es hier magischerweise manchmal einfach wieder verschwindet und ebenso plötzlich auftritt: aufdringliche, pelzige Adstringenz meiner Aufgüsse.
      Ich habe viel versucht, um den/die potentiellen Auslöser dafür herauszufinden und komme einfach auf keinen grünen (hehe) Zweig. Ich habe...
      Brühparameter verändert, also Tee-Wasser-Verähltnis, Ziehzeit, Temperatur, Menge insgesamt, Ein-/Ausgießtechnik, verschiedene Wassersorten und damit -härten getestet (sehr weich, recht leicht, hart [Leitung]), verschiedene Zubereitungsbehälter und Trinkgefäße genutzt (Keramik, Glas, Porzellan, Edelstahl), sogar verschiedene Wasserkocher genutzt und dennoch komme ich mit fast allen chinesischen Grüntees (verschiedener Händler*innen und Sorten) zu nicht wirklich angenehmen, geschweigedenn genussreichen Ergebnissen. Das liegt vorallem daran, dass sich nach selbst kürzester Aufgusszeit eine sehr deutliche, unangenehme Adstringenz auf der Zunge und im Mundraum breitmacht. Oft wird diese von einem sauren Geschmackserlebnis begleitet, manchmal auch bitter, wobei der Geschmack (oder das Gefühl?) unabhängig der Teesorte immer gleichartig ist Oo
      Daher frage ich mich langsam, ob ich mit den meisten Sorten einfach nicht klarkomme, oder noch irgendwas verbessern kann. Das merkwürdige ist, dass ich wie gesagt bei japanischen Grüntees dies auch manchmal habe und daraufhin immer das genutzte Wasser ändere oder den Kocher reinige oder so, aber irgendwann (nach zwei Wochen ca.) verschwindet dieses Gefühl. Im Sommer hatte ich diese Adstringenz bei vielen Grüntees und habe es auf schlechte Lagerung (warm, offen) zurückgeführt, aber dieses mal sind alle meine Tees frisch. Ich verstehe es einfach nicht, da ich auch keine Veränderung in anderen Gewohnheiten habe, die jetzt besonderen Einfluss auf meine Mundflora oder derartiges hätten. Zumal es mir bei schwarzen, ja selbst weißen Tees zB fast nie so geht, egal wie hart bspw. das Wasser oder wie lange ich die Blätter ziehen lasse.
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