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Schwarzer Tee - Westliche Aufguss Methode vs Gong Fu


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Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei mit Schwarztee anzufangen und habe dabei irgendwie Probleme mit der Aufgussmethode: Mir gelingt mit der westlichen Methode bzw. nicht wirklich Gong Fu ein wesentlich besserer Tee (im Sinne von Geschmack) als mit kleinen und vielen Aufgüssen.

Mal konkret beschrieben: Ich habe den Schwarztee "Golden Pearls" (https://www.tee-kontor-kiel.de/tee/schwarzer-tee/klassischer-schwarztee/bio-golden-pearls) das erste Mal folgendermaßen getrunken: ~250ml 95-100°C 3 Aufgüsse bei 3.5gr Ziehzeiten: 75sec, 60sec, 75sec -> Sehr lecker.

Während der Woche habe ich dann an drei Tagen den gleichen Tee im Gong Fu Style probiert: ~130ml, 95°C, 6-8 Aufgüsse bei 3-4.5 (je nach Tag) gr Ziehzeiten: erster 45sec, danach alle zwischen 20-35sec. -> War ganz okay, aber ich habe mehr Bitterkeit geschmeckt, definitiv nicht so viele Geschmacksnoten wie vorher (Mir fehlt ein wenig die Malz bzw. Karamellnote) 

Heute habe ich dann einen weiteren Schwarztee probiert: Bio Black Mao Feng (https://www.tee-kontor-kiel.de/tee/schwarzer-tee/klassischer-schwarztee/bio-black-mao-feng). Ebenfalls mit ~250ml 95-100°C 3 Aufgüsse bei 3.5gr Ziehzeiten: 75sec, 60sec, 75sec. Und auch da wieder ein sehr leckerer Geschmack. Da muss ich allerdings sagen, dass ich Gong Fu noch nicht probiert habe.

Aber grundsätzlich frage ich mich gerade:

Wieso gelingt mir die eher westliche Methode besser als die Gong Fu, bei der ich auch schon experimentiert habe?

Oder sorgt Gong Fu bei Schwarztee eher für bitteren Tee und ich muss mich daran einfach ein wenig gewöhnen? Oder passen meine Ziehzeiten nicht? Ich habe auch mal einen vierten oder fünften Aufguss nochmal länger ziehen lassen (40sec) und es wurde noch bitterer ^^. 

Ein paar kleine Tipps wären nett :) 

Viele Grüße, schönes Wochenende mit super Wetter euch allen ;)

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Guest Gast1790

Liegt wahrscheinlich einfach daran, daß außer die Flugtees und FirstFlushes Schwarztees generell nur eine Infusion vertragen? Ich finde selbst Flugtees im zweiten Aufguss eher so lala, obwohl die Welt immer von zwei bis drei brauchbaren Aufgüssen redet.

 

 

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Wie KlausO schon gesagt hat, kommt es natürlich auch immer stark auf den Tee selbst an. Wenn er generell schon eher zum Bittern neigt, muss man die Ziehzeit bei höherer Dosierung ggf. stark reduzieren.

Ich gieße die meisten Schwarztees folgendermaßen auf:

2-2,5g auf 100ml , 20 Sek, 20 Sek, 40 Sek, 70 Sek, 2,5 Min, 5 Min  

Das bringt bei erstaunlich vielen Sorten gute Ergebnisse.

Je nach Qualität gehen logischerweise auch mehr oder weniger viele Aufgüsse.

 

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Danke euch allen für die Infos und Links :)

Ich werde wohl ein wenig herumprobieren müssen, sowohl mit Temperatur, Ziehzeit als auch Menge des Tees. Ich würde das nämlich schon gerne mal schaffen, dass auch die Gong Fu Methode klappt. 

Hätte nur gedacht, dass dieser Einsteigertee da etwas, naja, einfacher ist :D Notfalls trinke ich ihn halt so, wie es klappt, man muss ja nichts erzwingen, dass ist das schöne an einem ruhigen Hobby ;)

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Geht mir genauso. Die meisten Schwarztees schmecken mir bessser mit längeren Ziehzeiten, wobei ich trotzdem noch relativ hoch dosiere. Habe bisher sehr gute Ergebnisse mit 4g auf 210ml und je nach Tee Ziehzeiten von 90 Sekunden (bei brüchigen Tees wie Darjeeling ) bis zu 5 Minuten (bei großblättrige Tees) erziehlt. Ich trinke Schwarztees lieber kräftig und selten mehr als 2 Aufgüsse :).

 

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So verschieden sind die Geschmäcker. :) Mich hatten Schwarztees gerade durch die vielen kleinen Aufgüsse mit kurzen Ziehzeiten in der Kyusu als Wiederentdeckung einer ganzen Teerichtung überrascht. Zunächst hatte ich es mit dem Kanaya Midori black versucht und für gut befunden. Den oben genannten black Mao Feng hatte ich auch und fand den und ein paar weitere der besonderen Schwarztees von TeeKontor Kiel besonders gut. Für mich ist es einfach so, dass auch die schwarzen Tees durch die Aufgüsse ihre verschiedenen Facetten nach und nach zeigen können und ganz anders schmecken, als wenn ich einen einzigen, lang ziehenden Aufguss zubereite.

Es gibt aber auch Sorten, wie einen kräftigen Assam, den ich bevorzugt westlich aufgiessen würde.

 

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Ich würd sagen, die Blattgröße ist auch ein Indiz. Kleingeschnippelte Blätter geben sehr schnell alles her, da sind dann nicht viele Aufgüsse drin, aber die haben dann richtig Wumms. Große, starke Blätter kann man da schon besset langsam sich entfalten lassen.

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vor 23 Stunden schrieb Raku:

Kanaya Midori black

Ja, das ist schon ein feiner "Schwarzer" :trink_tee:Den habe ich noch nie "westlich" aufgegossen, sondern immer nur gong-fu-mäßig. Meine Parameter sind dabei ähnlich wie die von @Komoreb

Am 7.4.2018 um 17:51 schrieb Komoreb:

Ich gieße die meisten Schwarztees folgendermaßen auf:

2-2,5g auf 100ml , 20 Sek, 20 Sek, 40 Sek, 70 Sek, 2,5 Min, 5 Min  

:thumbup:

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Am 7.4.2018 um 14:36 schrieb paxistatis:

Mal konkret beschrieben: Ich habe den Schwarztee "Golden Pearls" (https://www.tee-kontor-kiel.de/tee/schwarzer-tee/klassischer-schwarztee/bio-golden-pearls) das erste Mal folgendermaßen getrunken: ~250ml 95-100°C 3 Aufgüsse bei 3.5gr Ziehzeiten: 75sec, 60sec, 75sec -> Sehr lecker.

Während der Woche habe ich dann an drei Tagen den gleichen Tee im Gong Fu Style probiert: ~130ml, 95°C, 6-8 Aufgüsse bei 3-4.5 (je nach Tag) gr Ziehzeiten: erster 45sec, danach alle zwischen 20-35sec. -> War ganz okay, aber ich habe mehr Bitterkeit geschmeckt, definitiv nicht so viele Geschmacksnoten wie vorher (Mir fehlt ein wenig die Malz bzw. Karamellnote)

Hey paxistasis,

zufällig habe ich auch die Golden Pearls von TKK und sie auch mal im Gong Fu ausprobiert. Insgesamt trinke ich die meisten Schwarztees auf diese Art (variiert von 10s + 5s f. bis hin zu 30s + 15s f.) und bei den Golden Pearls wollte es auch einfach nicht passen. Ich trinke sie mittlerweile im Grandpa Style (3-4 g auf eine Tasse, gieße 1x nach). Erinnert mich an milden Assam, welcher auch partout nicht im Gong Fu aufgegossen werden will, aber westlich sehr gut gelingt.

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Beide Zubereitungsmethoden haben Ihre Berechtigung. Je nach Teesorte, Zeitfenster, Teetrinkertyp passt mal die westliche und mal die asiatische Methode besser. Für eine Gongfu Session haben wir maximal 1-2x pro Tag Zeit, Japantee in der Kyusu geht ja vergleichsweise fix und passt immer und zum Frühstück kommt der Darjeeling bei uns in eine große westliche Kanne. Aber gerade bei frischen Tees wie z.Bsp. Flugtee muss auch dieser dann zügig genossen werden, weil der Geschmack bei der westlichen Methode leider schnell nachlässt. Asiatisch ist meistens (nicht immer) leckerer und facettenreicher, aber westlich manchmal praktischer. 

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Das mit der Zeit ist ja eigentlich eines der größten Probleme ne? :) Und ich muss sagen, dass die westliche Methode dann natürlich auch wesentlich schneller ist. Da geht es dann wirklich einfach nur um einen leckeren  Tee der wach macht. Und das der Tee wesentlich besser schmeckt als Beuteltee o.ä. ist klar ;) . 

Mein Beitrag sollte nicht heißen, dass der schwarze Tee von euch @teekontorkiel schlecht schmeckte ;) Ich hab das nur mit dem aufgießen nicht so hinbekommen :) . Mich wundert nur, dass Japantee mit der Kyusu viel schneller geht als zwischendurch Mit Gongfu aufgießen? So habe ich das nämlich bisher gemacht. Oder meinst du wirklich eine Session für die man sich Zeit nimmt? 

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vor 11 Stunden schrieb paxistatis:

Mich wundert nur, dass Japantee mit der Kyusu viel schneller geht als zwischendurch Mit Gongfu aufgießen? So habe ich das nämlich bisher gemacht. Oder meinst du wirklich eine Session für die man sich Zeit nimmt? 

Sorry, war etwas mißverständlich von mir formuliert. Geht nicht unbedingt schneller, aber japanische Tees gießt man nicht so häufig (2-3x) auf wie Oolong oder Pu Erh (mind 8-12x +). Die Oolongs und Pu Erh Tees die wir persönlich konsumieren verdienen Zeit, sonst wären es Perlen vor die Säue geworfen. Einfachere Sorten sind auch lecker, haben aber nicht die, von uns, gewünschte Wirkung auf Körper und Geist. Dazu kommt, dass japanische Tees nicht so heiß, und demnach umgehend trinkbar sind. 

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