TaoTeaKing

Kintsugi: "Möchtegern", "echt" und alles dazwischen.

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Ein wenig Off-Topic, aber ich glaube es gehört hier hin :D
Nach dem ich noch etwas Uhu Endfest hatte und auch noch Blattmetall ("blattgold") ist mir plötzlich -die- Idee gekommen ich könnte diese "alte" (im Sinne dass ich sie schon lange habe, is glaube ich von "Keiko") Yuzamashi die bei mir schon lange, mit abgebrochenem Henkel, in einer Schublade auf Entsorgung wartet, doch noch wieder lieben lernen.
Der Griff ist ein mein alter (kompletter! also nichts abgeschnitten vorne oder so) Chasen den ich in die Öffnung am Griff geschoben habe.
Die Yuzamashi habe ich vor der Aktion 2 mal ausgekocht.
Was mich wundert, sie scheint wirklich so eine Art "Rost" angesetzt zu haben... Vielleicht weil dem Ton Eisen beigefügt ist :D ?!?
Beim Tetsubin soll das ja gut sein... das wasser aus der Y. schmeckt jedenfalls (wieder, nach dem Auskochen) gut.
 

bearbeitet von TaoTeaKing

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Hier ein weiterer Test, dieses Mal der finale Schritt. Ich hatte keine Lust, die Risse ganz aufzufüllen bzw. wollte sehen, ob sich die Zwischenräume auch direkt mithilfe des Lacks ausbessern lassen. Tun sie nicht, was sich jetzt natürlich offensichtlich rächt. ;)


Mal sehen wie das Resultat nach den Ostern aussieht, wenn der Lack getrocknet ist. 




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Nun ein erstes fertiges Objekt. In einem etwas angetrunkenen Zustand fiel mir wohl der Deckel einer Yixing-Kanne auf den Steintisch. Da der Deckel durch die Absplitterungen an zwei Stellen nicht mehr ganz abdichtete, habe ich die betreffenden Stellen mittels Kintsugi repariert. Die Oberseite habe ich mittels Metallstaub veredelt, die Unterseite hingegen nur mit Lack überzogen und mit etwas Metallstaub "verziert". ;) 




Schritt 1: Auffüllen mit Kintsugi-Masse



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Schritt 2: Veredelung mit Metallstaub



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In einem etwas angetrunkenen Zustand fiel mir wohl der Deckel einer Yixing-Kanne auf den Steintisch.

Du Rootie, was hast du damals eigentlich gesüffelt? :D

Scheint korrekte Ware gewesen zu sein, wenn du danach mit Yixing Deckeln um dich wirfst.

Ich war übrigens heute vielleicht das erste Mal überhaupt etwas teadrunk von Grüntee.

In kleiner Runde wurde hauptsächlich Grüntee von dieser Dame gesüffelt,

welcher ein Freund beim von ihr vor wenigen Tagen ausgetragenen Grüntee-Seminar

aufgegabelt hat. Teilweise erhellendes Material, das unbedingt getestet werden wollte.

Übrigens habe ich ja auch schon einen Yixing-Deckel vorbereitet zum Reparieren! :lol:

Hast du noch etwas von diesem Wunderkleber? Eigentlich bist du ja schon fast

ein Kintsugi-Meister ... ich hätte also noch etwas Übungsmaterial für dich! :lol:

Nein, nein, ich bezahle deine Kintsugi-Dienste im Azubi-Stundensatz in Tee! :D

bearbeitet von GoldenTurtle

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Scheint sich wirklich vermehrt herumzusprechen, auch wenn ich mich über ein weiteres Substitut für traditionelles Kintsugi doch schon etwas wundere. Erstens gibt es solche schon Jahre und zweitens würde es mir bspw. bei Sekundenkleber auch nicht in den Sinn kommen, diesen über meine Hände zu verteilen. ;)

Zudem lassen sich mit solchen Kits auch nie bestehende Lücken schliessen, geschweige denn fehlende Teile rekonstruieren. Aber ansonsten kann es natürlich ganz witzig sein, die Sache auf unkomplizierte Weise auszuprobieren.

Unlängst wurde übrigens auch das neuste Album von Death Cab for Cutie danach benannt.  :lol:

Du Rootie, was hast du damals eigentlich gesüffelt? :D

Keinen Tee, das war wohl der Fehler. Tee vor Alkohol wäre in zeitlicher Hinsicht wohl die bessere Variante gewesen.  :lol:

Ansonsten war aber auch eher die Menge Schuld. 

Hast du noch etwas von diesem Wunderkleber?

Werde demnächst etwas Nachschub bestellen, da die "farbneutrale" Version momentan am ausgehen ist. 

Das Meisterhafte beschränkt sich - wenn überhaupt - leider momentan noch immer auf das Kleben und die Rekonstruktion. Der Veredelungsschritt ist leider noch immer nicht zufriedenstellend. ;)

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Wer von euch ist jetzt noch mal aktive(r) hobby-Kinstugi-ist oder /-istin ? 

Ich habe eine kleine Celeadon-Kanne an der ich sehr hänge, die hat schon seit langem einen Riss...  ich will sie nicht zu Frau Watanabe schicken, weil es mir dann etwas zu lange dauert ... ich habe keine großen Ansprüche und würde auch etwas dafür zahlen? anyone? 

Foto am 17.09.16 um 14.09.jpg die kanne funktioniert zwar noch und lekt nur ein ganz ganz wenig... ich benutze sie noch oft, aber ich glaube es würde toll aussehen mit Kintsugi und früher oder später glaube ich, wird sie auch sonst ganz zerbrechen wenn man nichts macht... 

bearbeitet von TaoTeaKing

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Man muss vielleicht sagen, dass ein guter Teil der Wartezeit auf die Aushärtung des Lacks zurückzuführen ist. Mit über einem Monat muss man da schnell rechnen, wenn auch die Wartezeit bei Frau Watanabe sicherlich noch länger sein dürfte.

Ich würde zwar gerne helfen, beim letzten Schritt (aufbringen der Veredelung) bin ich bisher aber noch nicht wirklich zu einem ausreichenden Ergebnis gekommen.  

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Am 28. Februar 2016 um 14:03 schrieb TaoTeaKing:

 

 

Hierzu noch ein hübsches Beispiel welches mich letzte Woche erreicht hat und zeigt, dass sich die chinesische Art der Reparatur gut mit Kintsugi verbinden lässt. Es handelt sich um eine Verpackung einer Chaire, bei welcher mit beiden Techniken gearbeitet wurde. :)

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bearbeitet von theroots

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@theroots danke, das mit dem Aushärten ist mir neu oder hatte ich vergessen... 
und was "ausreichende" Ergebnisse anbelangt wäre das mit Sicherheit kein Hindernis :) ... 
das Bild von der Chaire ist schön, beide Techniken zusammen... hat auch was

bearbeitet von TaoTeaKing

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Sagt mal... 
könnte ich, wenn ich wollte... eigentlich mein Tonkännchen (siehe Profilbild) ... auskochen? 
Frau Watanabe, hat ein traditionelles Kintsugi am Henkel gemacht... 

Eher nicht oder? 

(ich habe angefangen das Kännchen für Oolongs (geröstete) zu benutzen... wenn kein Kintsugi dran wäre hätte ich es schon lange, aus spaß, mal ausgekocht...  


 

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...meiner Meinung nach kann man eine Kanne auch wieder auf andere Tees eintrinken, wenn man ein paar Mal
   kräftig dosiert müsste sich zumindest der Grundgeschmack eines anderen Tees eistellen. ... die eigene
   Wahrnehmung dieses Kännchens dauert eventuell etwas länger...

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Danke rootie, ja wie ich mir es dachte...

@Tobias82absolut... ich denke auch, habe daher auch "aus spaß" geschrieben... ich finde eh die ganze Sache mit dem seasoning und dem yixing darf man bloss nicht zu ernst nehmen... 

 

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...ich würde unterscheiden, ob sich nach ein paar Jahren ein Grundgeschmack einstellt, den man mit etwas Geduld wieder
   überlagern kann, und die Wirkung einer Kanne, die man speziell für einen Tee, einen Typ Tee, oder nur für spezielle
   Gelegenheiten benutzt wird. Was Kannen können, die über viele Jahre auf eine Sorte eingetrunken sind...?

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vor 24 Minuten schrieb Tobias82:

Was Kannen können, die über viele Jahre auf eine Sorte eingetrunken sind...?

Nicht mehr als sie bereits nach dem ersten Jahr konnten? :P

bearbeitet von theroots

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Dann hat er 50 Jahre Pu gebrüht, ich denke auch, dass das mit dem seasoning überbewertet wird. Bisher denke ich, dass es was mit den Mineralen auf sich hat, bin mir aber noch sehr unschlüssig. 

Er hat auf jeden Fall den Vorteil einen reinen Yixing Ton zu haben, da vor 50 Jahren der Ton auf jeden Fall noch rein war. 

bearbeitet von Cel

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Dann? :)

Gibt die Kanne die Aufgüsse wieder ab, welche sich über 50 Jahre kumuliert haben? Falls ja, wieso wurde dann x Jahre von der Kanne etwas aufgesogen und wird dann in irgend einem Zeitpunkt wieder abgegeben? So wirklich schlüssig konnte mir diese Überlegung noch niemand darlegen. Ich wundere mich ab und an schon ob der allgemeinen Wunder die Kannen vollbringen sollen, dass sie sich in der Qualität aber zusätzlich über mehrere Jahrzehnte noch steigern soll, wage ich irgendwie zu bezweifeln. Aber hierzu vertreten viele auch eine andere Meinung. ;)

 

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