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Schadstoffe im Tee - Schadstofffreie Zubereitungsart von Tee

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Hallo zusammen,

 

ich bin neu in der Tee Welt und es geht mir beim Tee vor allem um die gesundheitlichen Aspekte. Nun lese ich hier und da über Tee und bekomme dabei immer wieder zu lesen, dass Tee - auch Bio Tee - sehr oft mäßig bis stark mit Schadstoffen, Pestizieden & Co belastet ist. Das heißt für mich als Laie, ich habe keine Chance einen Händler zu finden, der garantiert "sauberen" Tee verkauft. Im Gegenteil: wenn ich lese, was mit dem Tee so alles mitkommt vergeht es mir!

 

Kennt ihr eine Zubereitungsart, bei der man Tee frei von Schadstoffen bekommt?

 

vielen Dank

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Soweit ich weiß (von daher ist meine Aussage mit Vorsicht zu genießen):

Bei Grüntee verhält es sich so, dass gerade zB Pestizide kaum in deiner Tasse landen. Ja, sie sind vorhanden auf dem Blatt, aber durch den Aufguss mit nicht mehr kochendem Wasser bleibt eben das meiste am Blatt.

Bei Schwarztee und/oder Pu-Erh mag das wieder etwas anders aussehen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine mal gehört zu haben, dass Pu-Erh grundsätzlich nicht gespritzt wird.

Es gibt bei zB hochwertigen japanischen Grüntees oft einen Zusatz, der versichert, dass NICHT gespritzt wurde.

Auszuschließen sind natürlich nie irgendwelche sonstigen Verunreinigungen, sei es durch Luftverschmutzung, Bodenverschmutzung oder Ähnlichem. Kakao oder zB Leinsamen sind nicht selten mit Kadmium belastet.

Eine 100%ige Garantie aus "das ist komplett frei von irgendwas" wird dir niemand geben können, zumal man es wahrscheinlich auch gar nicht wissen kann. Bleibt die Frage, was - wenn du etwas "Gesundes" trinken willst, was dann bleibt? Vielleicht stellst du dir die Aufgabe anders: Was ist am wenigsten ungesund? 

Und: Die Menge macht es. 

 

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Hallo erstmal im Forum.

Woher beziehst Du denn die Infos, da solltest vielleicht auch mal Quellen nennen und angeben, auf welche Art von Tee oder teeähnlichem Getränk Du dich beziehst. Klar lassen sich Schadstoffe nie ganz ausschließen im Tee. Dann muss man halt auch unterscheiden,
ob Schadstoffe durch Spritzen vorhanden sind, oder eine Schadstoffaufnahme durch die Böden stattgefunden hat. Eine Zubereitungsmethode irgendwelche Schadstoffe komplett zu
entfernen gibt es wohl nicht. Du könntest vielleicht durch einen Waschgang äüßerliche Schadstoffe etwas minimieren, aber ganz wegbekommen kann man dass, wenn vorhanden nicht.

Es ist ja auch so, dass Händler gewisse Auflagen einhalten müssen und es auch Kontrollen gibt, gerade bei biozertifizierten Händlern. Häufig betroffen sind aber auch Kräutertees und
Beuteltees von Discountern, da hat Stiftung Warentest mal was zu veröffentlicht.

Es ist ja aber auch so, dass mittlerweile in vielen Produkten, nicht nur im Tee, Schadstoffe sind, sei es durch Spritzen oder Umweltbelastung, da dürftest Du Dich an nichts mehr ran
trauen. Man kann nur zusehen die Risiken so weit wie möglich zu minimieren, in dem man sich gute und vertrauenswürdige Händler sucht.
Hier im Forum gibt es einige Händler, die regelmäßig in die Anbaugebiete reisen und Tee vor Ort bei den Bauern auswählen, die können
Dir bestimmt mehr und genaueres dazu sagen. Beispielsweise @teekontorkiel

bearbeitet von Terrakotta-Krieger

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vor 57 Minuten schrieb maik:

Bei Schwarztee und/oder Pu-Erh mag das wieder etwas anders aussehen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine mal gehört zu haben, dass Pu-Erh grundsätzlich nicht gespritzt wird.

Das wird des öfteren mal kolportiert, ist aber leider nicht generell so.  Bei Plantagentees sowieso, aber auch bei alten Bäumen wird teilweise massiv mit Agrochemikalien gearbeitet.

 

Hallo @HePh

und willkommen im Forum. Kann mich den Vorrednern nur anschließen - über den Tee wird man verhältnismäßig geringe Mengen an Schadstoffen aufnehmen. Wobei bei den gesundheitlichen Aspekten gerne mal übertrieben wird - in Studien ist das allermeiste nicht bestätigt worden. Erwarte da lieber nicht zu viel... ich kann Tee aber als herausregendes Genussmittel empfehlen :)

 

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Hallo und danke für die Willkommensgrüße.

Quellenangaben fallen mir schwer weil es mal hier mal da ein Artikel war. Stiftung Warentest und Verbraucherzentrale Hamburg blieben mir also im Gedächtnis.

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Hallo @HePh !

 

Bevor ich zum Thema Schadstoffe komme, ein paar Worte über Tee und Gesundheit vorab. Tee zu trinken ausschließlich aus gesundheitlichen Gründen scheint mir hauptsächlich eine Zeit- und Geldverschwendung zu sein. Gesundheitliche Vorteile im Tee sind eventuell da, es handelt sich aber meistens um Sachen die man auch aus anderen Lebensmitteln bekommt und bei ausgewogener Ernährung sowieso hat. Die Reputation von Tee als irgendein Zaubertrank ist weit überschätzt. Generell Tee trinken ist vermutlich gesund, kein Tee zu trinken bei ausgewogener Ernährung ist aber auch gesund. Aber: Tee zu trinken bei ungesunden Lebensstil bringt auch nichts.

Der größte Vorteil auf die Gesundheit passiert wenn Leute Soft Drinks in ihren Alltag durch Tee ersetzen. Der Gesundheitliche Vorteil kommt aber nicht aus den Tee sondern aus dem Verzicht auf Soft Drinks. 

Nun ist aber Tee trotzdem ein absolut tolles Genussprodukt und vermutlich auch besser für die Gesundheit als ein regelmäßiges Konsum von Whiskey oder Wein bei ähnlichen kulinarischen Erlebnis. 

 

Jetzt aber zu Schadstoffbelastungen. Andere haben es besser gesagt als ich mit meinen gebrochenen Deutsch, aber prinzipiell gilt schon: je höher die Qualität desto weniger Risiko auf Pestizidien und fragwürdigen Behandlung der Pflanze und Erde drum herum. Allerdings manche Sachen kannst du nie 100% vermeiden, zum Beispiel wenn es um Bodenverschmutzung geht. Da kann ja der Bauer der größte Öko sein, das bringt trotzdem nichts. 

Auch mit der Bio-Bezeichnung ist immer so ein Thema. Es scheint so, dass zumindest Japan Bio ernst nimmt. Bio in China ist eher ungewöhnlich da Tee von hoher Qualität braucht da kein Bio-Siegel um sich zu verkaufen. Ein schrottiger Tee kann aber vielleicht auf westliche Käufer zählen mit einen gekauften Bio-Siegel. 

Indien ist da ein ganz anderes Thema meiner Meinung nach. Ich persönlich habe kürzlich aufgehört jeglichen indischen Tee zu kaufen vor allem durch die nach alten Kolonialzeiten stinkenden Ausbeutung. Und wenn man sieht wie in diesen Bereich die Gütersiegel funktionieren will ich gar nicht wissen wie es sich mit den Bio-Siegel verhält. Es gab da vor einiger Zeit einen Fernsehbeitrag der indischen Tee von Teegschwender überprüfte mit erschreckenden Ergebnissen. 

 

 

Fazit: wenn es nur um Gesundheit geht, lass es. Iss Gemüse. Wenn du aber interesse an einen tollen Genussprodukt trotzdem hast, würde ich mich nicht zu große Sorgen machen, bei hochqualitativen tee scheint die Lage nicht schlimmer zu sein als bei allem anderen Lebensmitteln. Meiner Meinung nach: Bio aus China vermeiden, Indien ganz vermeiden, vertraute Verkäufer vertrauen, und nicht vergessen: zugelassene Pestiziden sind nicht Wasserlöslich. Also keinen Salat mit den Tee machen. 

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Das mit Sitftung Warentest ist uralt, war schon vor ca 10 Jahren. Viele dieser Schadstoffe sind nicht wasserlöslich und du machst ja einen Aufguss und ißt nicht die Teeblätter. Gerne kannst du Mal in sehr alten Forenbeiträgen suchen, da wirst du die gleiche Antwort und mehr Informationen erhalten.

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    • Von KlausO
      Die rechtlichen Informationen die ich bekommen und wieder gefunden habe stehen am Ende.
      Ich versuche mal das Gespräch, dass ich beim Zoll hatte wieder zugeben. Es ging nie um eine fehlende Rechnung, diese war außen in einer kleinen Plastiktüte, oder dieser aufgeklebten, kleinen Zollerklärung. Mit dieser Zollerklärung, der Punkt "Tee". Hier greift jetzt die Verordnung (EG) Nr. 669/2009 Artikel 10. Somit bekam das Paket in Frankfurt diesen schönen rot, gelben Aufkleber und die Sendung geht an das für mich zuständige Zollamt zu Klärung.
      Wie schon erwähnt, es war ein sehr nettes, informatives, längeres Gespräch. Mir wurde erklärt, dass ich einen nicht den EU-Richtlinien entsprechenden Artikel aus einem nicht EU-Land, China eingeführt hätte. Jetzt ging es erst mal um Schwarztee. Ich habe das dann soweit korrigiert, das Pu-Erh Tee eigentlich als Grundlage Grüntee ist und dann durch die Lagerung fermentiert. So weit so gut, jetzt geht es zur Ausführlichen Recherche der Zollerklärungen per PC. Sogar die Herstellung so wie sie erwähnt habe kommt darin vor. Für uns aber wichtig, es sind im Prinzip alle Teearten oder man kann sie daraus ableiten. Wenn es nicht Grün- oder Schwarztee ist, greift aus meiner Sicht die Aufzählung, ferminierter Tee. Also für mich ist die Grundlage so weit eindeutig, leider.
      Wir waren aber noch nicht am Ende, wie wird vorgegangen.
      Zuerst ein mal, es wird nicht zwischen gewerblicher Person (Händler) und privater Person unterschieden. Es gibt dadurch bei dieser Geschichte auch eine lustige Komponente, keinen Mengenbeschränkung in Kilogramm. Der Besteller braucht nun eine, ich nenne es mal so "Unbedenklichkeitsbescheinigung" wegen Pestiziden. Ab da habe ich (wir) ein Problem, gibt es meines Wissens nach nicht. Diese müsste dann eigentlich erbracht werden. Wenn ich ab hier alles richtig verstanden haben sieht der Weg dann in etwa so aus. Der Zoll schickt die Lieferung zum entsprechenden Regierungspräsidium zu Entscheidung für die dann der, in nehme mal an amtliche Veterinär zuständig ist. Zu einer Kostenfrage sind wir nicht gekommen.
      Das war es was ich an Information aus dem Gedächtnis habe.
      (EG) Nr. 669/2009 Artikel 10
      Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr
      Bedingung für die Überführung von Sendungen in den zollrechtlich freien Verkehr ist, dass der Futtermittel- oder Lebensmittelunternehmer bzw. sein Vertreter den Zollbehörden ein gemeinsames Dokument für die Einfuhr (auch in elektronischer Form) vorlegt, das die zuständige Behörde ordnungsgemäß ausgefüllt hat, nachdem alle Kontrollen gemäß Artikel 8 Absatz 1 durchgeführt wurden und die Warenuntersuchung, sofern erforderlich, ein zufriedenstellendes Ergebnis erbracht hat.
      ANHANG I
      Futtermittel und Lebensmittel nicht tierischen Ursprungs, die verstärkten amtlichen Kontrollen am benannten Eingangsort unterliegen
      (Gültig bis zum 1. Oktober 2012)
       
      Futtermittel bzw. Lebensmittel (vorgesehener Verwendungs­zweck)
      KN-Code ( )
      Ursprungsland
      Gefahr
      Häufigkeit von Waren- und Nämlichkeits­kontrollen (%)
      Tee, auch aromatisiert
      (Lebensmittel)
      0902
      China (CN)
      Pestizidrückstände,analysiert nach Multirückstands­methoden auf der Grundlage von GC-MS und LC-MS oder nach Einzelrück­standsmethoden ( 10 )
      10
      Zu (10) : Insbesondere Rückstände von: Buprofezin, Imidacloprid, Fenvalerat und Esfenvalerat (Summe der RS- und SR-Isomeren), Profenofos, Trifluralin, Triazophos; Triadimefon und Triadimenol (Summe von Triadimefon und Triadimenol), Cypermethrin (Cypermethrin einschließlich anderer Gemische seiner Isomerbestandteile (Summe aller Isomeren)).

    • Von Maria
      Bringt es was wenn ich das erste Teewasser vom grünen Tee wegschütte und erst den zweiten Aufguss genieß, habe ich so etwas bezweckt was es die Pestizide und wer weis was noch vom grünen Tee angeht? Wenn jetzt dieser nicht 100% Bio ist.
    • Von Michi
      Bin heut morgen zufällig auf diesen Bericht gestoßen http://www.t-online.de/lifestyle/besser-leben/id_80104998/stiftung-warentest-warnt-vor-kamillentee-von-kusmi-tea-.html
      Stiftung Warentest hat den Tee getestet und warnt davor in zu Trinken. Was denkt ihr dazu ?
      Für mich war das nicht so bedeutsam weil ich keinen Kamillentee trinke.
      Wollt nur darauf hinweisen falls jemand den Tee getrunken hat.
    • Von chisilor
      Hallo an alle Teetalker,
      als ich mit Tee angefangen habe war meine Einstellung durch verschiedene Dokus folgende: "Ich trinke nur Bio-Tee, in dem Rest sind ja Pestizide!"
      Heute habe ich da eine geteilte Meinung, weil ich mir vieles dazu angelesen habe und das ganze Bio-Gedöns immer mehr in einem Hype ausartet. Anstatt sich zu informieren kusiert dann eher das Gut / Schlecht Prinzip nach dem man einordnen kann : Bio = Gut, Nicht-Bio = Schlecht. Dabei ist zum Beispiel der Richtwert für Pestizide im Tee viel extremer angesetzt als bei alltäglich konsumierten Gemüsesorten. Außerdem wird mit der Bio Zertifizierung eine Menge Geld gemacht bzw. müssen kleine Teebauern das Geld erstmal zusammenbringen.
      Was haltet ihr von dem Bio Hype? Ist Bio wirklich besser oder nur ein ausgemachter Marketingtrick?
    • Von Makyo
      Ich möchte hier mal ein paar Informationen zu Pestiziden und sonstiger Chemie zusammentragen, aber so wenig wie möglich ideologische Diskussionen auslösen. 


      Zunächst ein paar Blogeinträge:


      http://teaurchin.blogspot.de/2013/05/is-there-pesticide-in-puer.html

      http://half-dipper.blogspot.com.au/2013/09/pesticide-its-whats-for-dinner.html

      http://horsesmouth.puerist.co/roundup/



      Kann gerne erweitert werden! 

      Mich persönlich interessiert welche Ausmaße Pestizidgebrauch in China (und anderswo) wirklich hat. Vor einiger Zeit dachte ich, dass das nur Großplantagen von z.B. Univlever so ein Chemie-Cocktail produzieren. Die Berichte hinterlassen bei mir den Eindruck, dass kleine Bauern auf ihren teilweise schwer zugänglichen Feldern und Teewäldern manchmal noch unbeschwerter mit Pestiziden umgehen. 


      Vielleicht können hier auch Teehändler dazu beitragen, denen regelmäßig Testberichte vorliegen. 

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