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Gaiwan richtig ausgießen


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Hallo zusammen,

mich würde mal folgendes Thema interessieren: Wie schafft ihr es einen Gaiwan richtig auszugießen? Ich habe das Problem, dass ich immer Krümel ausgieße, mal mehr, mal weniger. Ich wasche Oolongs und Pu immer, trotzdem bekomme ich bei beiden immer noch Krümel in die Tasse.

Ich habe extra mal geübt, nur mit Wasser, aber selbst durch viel Übung schaffe ich es nicht. Gibt es da Tricks? Wie macht ihr das? Ich sehe in euren Teeschalen immer wenig bzw. keine Krümel. Wasche ich den Tee falsch? 

Ein paar Tipps wären nett, irgendwie frustriert es doch. Ich will die halt auch nicht mittrinken, also lasse ich die immer in der Tasse, ist nur doof bei vielen Aufgüssen, werden immer mehr Krümel, die sich ansammeln..

Viele Grüße :) 

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Da ich bis jetzt ziemlich alleine meinen Teeweg gehe kann ich nur von mir Sprechen.

Aber haben "Krümel" nicht relativ wenig mit dem Waschen zu tun. Das sind doch einfach leicht abgebrochene blätter und so.

Also Krümelfrei aus einer Gaiwan zu giesen habe ich auch noch nicht geschafft. Aber ich trinke diese "Krümel" einfach mit, weil mich sowas relativ wenig stört.
Ich denke das dies bei anderen auch so ist. Aber hier sieht man eher selten eine Gaiwan im Einsatz. Die meisten Bilder die ich hier sehe sind Yixin Kännchen, Hohin, Shiboridashi oder eine Kyusu. Vielleicht wäre eines dieser dinge besser für dich geeignet wenn du keine Krümel willst.

Oder ich bin auch zu doof dafür :D

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Guest Gast1790

Ich habe deshalb nur zwei verschiedene Gaiwane, einen irdenen und einen glasierten und die haben Rillen am Ausguss. Man kann also den Deckel geschlossen drauf lassen. Somit gelangen relativ wenige bis keine Krümel in die Schale. Mit allen anderen schönen und preiswerten Gaiwanen bin ich immer gescheitert und würde deshalb ein Sieb benutzen. Gaiwan bedeutet für mich aber auch immer unterwegs sein, deshalb kleines Besteck. Deshalb die beiden mit den praktischen Rillen. Warum zwei? Weil einer schön, der andere aber auch schön ist. 

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Guest Gast1790

Keine Ahnung. Für mich ist alles mit flachem Deckel und Ausguss Gaiwan. Hauptsache nicht offenporig. Ich hab die praktischen Rillen immer als zusätzliche praktische Dreingabe gesehen. 

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Deswegen ist @KlausOauch ein Supermoderator (zu Recht!): die Frage aufnehmen und dem Fragenden positiv unterstützend weiterhelfen.

Mir sind natürlich gleich wieder einige dumme Bemerkungen zum "Zwang zur Aufklärung" eingefallen ( für alle die nicht nach oben scrollen können: "Jetzt musst du mich aufklären"); aber immerhin habe ich sie nicht geschrieben!

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Danke euch für die Antworten :) 

Also bin ich zumindest nicht ganz allein mit dem "Problem". Wahrscheinlich kann ich es  mit ein wenig üben noch verbessern, aber muss mich damit abfinden, dass zumindest teilweise ein paar Krümel dabei sind.

Würdet ihr die denn wirklich mittrinken? @Winkla schmeckt das überhaupt? 

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Ich verwende meinen Filter mittlerweile eigentlich nur bei japanischen Tees und wenn ich Gäste habe. Wenn man Tee aus dem Gaiwan in eine Gong Dao Bei gießt, setzen sich die Partikel meist unten ab, sodass man von dort krümellos einschenken kann.

Aber die Lösung mit einem Filter ist natürlich grundsätzlich schöner; den verlinkten von Mei Leaf würde ich unbedingt dazubestellen, wenn du mal dort orderst. Ansonsten findet man die auch in guten China-/Asialäden für ähnliche niedrige Beträge. In deutschen Teeshops habe ich die noch nicht gesehen. Chá Dào hat allerdings einige nette Siebe aus Porzellan und Glas. TKK hat leider keine Filter im chinesischen Stil (warum eigentlich, @teekontorkiel?).

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vor 1 Stunde schrieb St.Millay:

TKK hat leider keine Filter im chinesischen Stil (warum eigentlich, @teekontorkiel?).

Wir mögen die japanischen Modelle aus feinmaschigem Edelstahl eigentlich so gerne weil sie so vielseitig sind (als Matchasieb, Gaiwan-in-Pitcher-Sieb, Teatasting ...) . Siebe aus China haben häufig Netze aus Kunststoff - ist nicht so mein Ding. Ich werde aber die Augen offen halten, denn es ist eine sinnvolle Anregung die unser Sortiment abrunden würde. Wenn mir mal ein gutes Modell aus vernünftigem Edelstahl über den Weg läuft dann schlage ich zu. ^^... es gibt ja auch noch welche aus Naturmaterial (Kalebassen, Kürbisse etc..) die sind aber nicht so einfach sauber zu halten. Danke für den Hinweis! :thumbup:

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vor 4 Stunden schrieb paxistatis:

Würdet ihr die denn wirklich mittrinken? @Winkla schmeckt das überhaupt? 

Also ich verwende eigentlich fast nur Kännchen zum Aufgießen (Gaiwane nur als Trinkgefäß und für Grandpa-Style) aber auch da hat man gerade bei Kännchen mit recht groben Filtern wie von Petr Novak schon auch mal einiges an Krümeln im Schälchen – stört mich aber nicht und hat auch keinen negativen Einfluss auf den Geschmack. Allerdings "sammel" ich die auch nicht – wenn ich mir vorstelle mich erst durch 50% Feststoffe kauen zu müssen, wär mir das glaube ich auch zu viel :D

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Ich benutze Gaiwane in drei Sets: für Fenghuang Oolongs einen unglasierten, für Yin Zhen (Bai Hao und Jun Shan) einen glasierten und schließlich noch einen unglasierten 'Easy Gaiwan' (der etwas einem Shiboridashi ähnelt) für 'grüne' Tie Guan Yins. Probleme mit Krümeln gibt es, bedingt durch die Größe des Blattguts, allenfalls bei bei letzterem und da auch nur bei weniger hochwertig verarbeitetem Tee. Ich lasse ggf. beim Trinken den 'Satz' zurück und spüle den Cup kurz mit Aufgusswasser aus. Nach dem zweiten Aufguss ist dann auch dies idR nicht mehr notwendig. Bei den anderen beiden Sets ist das Blattgut ohnehin groß genug, so dass das Abseihen problemlos funktioniert. Wobei beim Fenghuang Oolong feinerer Bruch gar nicht erst in den Gaiwan, sondern in die Mülltonne kommt - ein bißchen Schwund ist halt immer ... :weinen:

Zur Technik: das (nicht zu starke) Anstellen des Deckels und dessen sichere Fixierung beim Abgießen - ohne sich dabei die Finger oder die Handinnenfläche zu verbrennen - braucht ein wenig Übung.  Insofern ist ein 'klassischer' Gaiwan (insbesondere ein größerer, 180 ml und mehr) für Anfänger nicht so ganz geeignet. Deswegen - wegen des einfacheren handlings - gibt es 'Easy Gaiwan' und Shiboridashi.

Etwas OT zum Thema handling - ich ziehe es vor, beim Abgießen den Deckel mit Zeige- oder Mittelfinger zu fixieren und mit Daumen und Ringfinger die Untertasse zu halten. Am Rand des eigentlichen Aufgussgefäßes haben Finger mE nichts verloren, selbst wenn sie gewaschen sind. Das kann man natürlich auch lässiger sehen bzw. handhaben ...

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Die paar kleinen Krümmer machen gar nichts. Ich habe mehrere Gaiwans (?) . Der im Büro ist so schlecht verarbeitet das du entweder einen großen Schlitz hast oder das Ding ist so gut wie nahtlos dicht. Also mit dem habe ich schon Probleme. Bei meinem Verschleiß an Deckel ist der sicherlich bald erledigt. Beim meinem Glasgaiwan der sauber schließt, traue ich mich sogar an einen Gyokuro zum abgießen, fast ohne Krümmer. Nach vielen anfänglichen Problemen, nasser Tisch, zu heiß an den Fingern, zu voll für die Tee Schale, etc. finde ich den (die?) Gaiwan einfach ein universelles Trink- Zubereitungsgefäss.

Ja man kann auch direkt aus im trinken und mit dem Deckel die Blätter zurück halten.

Und ein ganz wichtiger Aspekt, das Ding ist Ratz Fatz gereinigt ohne verstopftem Filter :lol:

Edited by KlausO
Ratz Fatz
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Okay, danke euch allen für eure Antworten :) 

Beruhigend zu wissen, dass auch z.B. am Gaiwan liegen kann :D Auch wenn es bei mir wohl schon die Aufgusstechnik sein wird. Daher danke für die Tipps. Bei mir sieht es ähnlich aus wie bei @Winkla allerdings brauche ich für die Menge an "Krümeln" schon 2-3 Aufgüsse. Daher werde ich die wohl einfach demnächst mittrinken. Wäre ich ja wohl auch nicht der einzige. 

@SoGen Wie machst du das denn mit dem feineren Bruch? Nimmst du z.B. die Oolong Kugeln aus der Packung und achtest darauf, dass da möglichst wenig dran ist?

 

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Guest Gast1790

@KlausO Gaiwano, Gaiwani? Bietet sich beides an, je nach Kontext und Laune. Oder pc Gaiwane. Gaiwans würde der gemeine Waldberliner sagen, dabei lispeln und sich einen Sack Briketts über die Schulter schwingen und wegstampfen, mit ner Kippe im Mundwinkel. 

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vor 7 Stunden schrieb Joscht:

@KlausO Gaiwano, Gaiwani? Bietet sich beides an, je nach Kontext und Laune. Oder pc Gaiwane. Gaiwans würde der gemeine Waldberliner sagen, dabei lispeln und sich einen Sack Briketts über die Schulter schwingen und wegstampfen, mit ner Kippe im Mundwinkel. 

Gaiwaner,

mal in den Ring geworfen, @KlausO und @Joscht für die Hasenzüchter unter uns.

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vor 11 Stunden schrieb paxistatis:

@SoGen Wie machst du das denn mit dem feineren Bruch? Nimmst du z.B. die Oolong Kugeln aus der Packung und achtest darauf, dass da möglichst wenig dran ist?

Das mit dem Bruch bezog sich auf Fenghuang Ooolongs, die werden relativ schonend nur in 'Streifen' gerollt. Feinerer Bruch sammelt sich da einfach am Boden der Teedose - die sollte groß genug sein und kann gelegentlich vorsichtig(!) etwas geschüttelt werden. Aussortieren (größere Blätter) muss ich dann nur bei den letzten eins, zwei Aufgüssen. Der Rest landet auf dem Kompost.

Tie Guan Yin ist hingegen kugelig gerollt und feinerer Bruch wird erst freigesetzt, wenn sich die Kugeln entfalten. Deswegen habe ich da eher Krümel im Aufguss. Ich vermute mal, dass das ein Problem maschineller Verarbeitung ist; ich hatte auch schon Tie Guan Yin, der in dieser Beziehung fast absolut 'sauber' war. Die waren dann auch in einer etwas anderen Preiskategorie. Bezieht sich jetzt auf Anxi-TGY; zu taiwanesischen fehlen mir die Erfahrungswerte.

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Für mich sind das meist Etappen auf dem Weg...

Ich selbst habe auch zwischendurch viel mit Siebe gearbeitet. jetzt stelle ich fest, dass ich oft ohne gieße und ewaige Krümel nicht mehr als störend empfinde.

Vor einigen Jahren noch hätte ich das wahrscheinlich nicht geglaubt.

Außerdem ist es oft so, dass gute Tees wie gerollte Oolongs wenig Krümel haben gegenüber einfachen.

Ja es gibt diese Teesorten mit den Haaren an den Blättern, die jedes Sieb zur Verzweiflung bringen... usw

Ein anderer Gedanke ist der, dass jede/r erst einmal 10 000 mal den Gaiwan ausgegossen haben sollte, bevor dann keine Gedanken daran mehr nötig sind...

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