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Neue EU-Regeln für Tee-Importe


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Hallo zusammen,

hier wurde bereits etwas zu den neuen Einfuhr-Regeln gesagt: https://www.teetalk.de/forums/topic/7231-zoll-und-chinesischer-tee/?page=14 .

 

Der Spiegel hat eine gute Zusammenschrift dazu. Das liest sich so, als hätte das für Teebesteller durchaus auch Vorteile:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/eu-vereinfacht-online-shopping-in-uebersee-a-76f530d7-fe45-4f1c-86b0-7fd7f172cf73

 

Ich fasse zusammen: Steuern für Bestellungen ab 22€ werden ab sofort fällig. Bisher galt ja die Regelung, dass Beträge unter 5€ nicht erhoben werden. Jetzt geht das nur noch bei Beträgen unter 1€. Das ist natürlich für günstige Kleinbestellungen nicht von Vorteil. (Privatmeinung: Angesichts der massiven Trickserei mit Unterdeklarationen finde ich es verständlich).

 

Es gibt aber auch gute Neuigkeiten: Zusätzliche Gebühren werden nicht mehr zulässsig sein.

Zitat

Kundinnen und Kunden sollen über die neuen Regeln aber besser vor bösen Überraschungen geschützt werden. Wer bisher Produkte aus Drittstaaten bestellt hatte, musste teilweise mit Extrakosten für die Anmeldung beim Zoll durch das Transportunternehmen rechnen. Das soll ab sofort wegfallen und der angegebene Preis auch der Endpreis sein.

Das sollte ja in so einiger Hinsicht von Vorteil sein für uns, und die Sache berechenbarer machen. Wird interessant, wie es mit der GDSK dann weitergeht. Aber auch DHL hat ja 6-10€ erhoben.

 

Das alles ändert natürlich nichts an der Problematik, dass es ein gewisses Glücksspiel ist, ob der örtliche Zoll eine Sendung herausgibt oder auf Unbedenklichkeitsnachweisen besteht, was für Kleinbesteller de facto einer Verweigerung der Herausgabe gleichkommt. Ich vermute, dass sich das entspannen wird, aber wir werden sehen.

Bearbeitet von miig
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Eine Matchabestellung aus Japan hat es nicht mehr rechtzeitig vor der Umstellung zu mir geschafft, gestern habe ich via DHL/Online die Zollgebühren beglichen. Für 7,17 € Steuern wurden zusätzlich (immer) noch 17,26 € als Kapitalbereitstellungsprovision fällig, also noch nix zu sehen von

 

Am 1.7.2021 um 10:55 schrieb miig:

Es gibt aber auch gute Neuigkeiten: Zusätzliche Gebühren werden nicht mehr zulässsig sein.

Zitat

Kundinnen und Kunden sollen über die neuen Regeln aber besser vor bösen Überraschungen geschützt werden. Wer bisher Produkte aus Drittstaaten bestellt hatte, musste teilweise mit Extrakosten für die Anmeldung beim Zoll durch das Transportunternehmen rechnen. Das soll ab sofort wegfallen und der angegebene Preis auch der Endpreis sein.

Das sollte ja in so einiger Hinsicht von Vorteil sein für uns, und die Sache berechenbarer machen. Wird interessant, wie es mit der GDSK dann weitergeht. Aber auch DHL hat ja 6-10€ erhoben.

 

ich bleibe aber dabei, ich beschwere mich grundsätzlich nicht, die Alternative wäre 40 km zum nächsten Zollamt. sowas muss man halt einkalkulieren bei Auslandsbestellungen. Von Sendungen aus Japan, bei denen ja eigentlich immer was fällig gewesen ist, fanden im letzten halben Jahr "erschreckend" viele ohne Abgaben den Weg zu mir, und da war oft teureres Zeug dabei, Tee als auch Teaware. im Mittel bin ich ziemlich gut gefahren.

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Danke für das Update @goza - zwar sind 17,26€ knapp 350% dessen, was der Artikel vom Zoll völlig blauäugig mit 5€ veranschlagt, aber immerhin ist es angekommen ohne monatelangen Bürokratiewahnsinn durch Unfähigkeit des Dienstleisters angekommen. Mal schauen, wie sich das Thema weiter entwickelt...

@miig das ist zwar nett, wenn von 6€ gesprochen wird aber entscheidend ist, was letztlich bei uns ankommt - das Inkassobüro wird es herzlich wenig interessieren, wenn irgendwo von 6€ gesprochen wird und man daher die zu teure Rechnung nicht voll begleichen möchte...

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@goza wie darf ich mir die Bezahlung der Zollgebühren online vorstellen? Hast du einen Brief mit Anweisungen erhalten? Denn meist hat man ja nur die 17Track Nummer....(also so ist es bei mir haha)

Nochmal ein Update meinerseits auch in diesem Topic:

Meine Bestellung erreichte mich ohne Gebühren und ohne Nachweis, trotz der neuen Verordnung. 

Natürlich kann das verschiedenste Gründe haben. Dennoch denke ich, dass meine Erfahrung und die von goza einen Anhaltspunkt liefert, dass Lieferungen dennoch letztlich bei uns (wenn auch mit Glück) ankommen.

Cool wären natürlich weitere "Erfahrungsberichte".

LG

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Du bekommst eine Email und SMS von DHL (Express!) mit einem Link zur Sendungsverfolgung:

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Da hat man dann die Möglichkeit, die Zustellungsoptionen der Sendung anzupassen, und eben auch per PayPal, KK und ich glaube auch Lastschrift zu bezahlen (weiß ich jetzt nicht genau, mache meistens PP).

Da steht zwar "vor Zustellung zu bezahlen", ein Versuch vor einer Weile mit Verzögern der Zahlung auch die Zustellung zu "timen" hat aber nicht funktioniert. Wurde trotzdem am nächsten Tag zugestellt bzw. versucht. Manchmal geht's mit DHL Express aus JP schneller als Pakete innerdeutsch.

 

Hier dann noch, wie es online aussieht:

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Und ich sehe gerade, ich hab DHL Unrecht getan, die Provision war nur 14,88 € (Steuer inklusive, ich hatte die noch draufgerechnet und bin deswegen auf die gut 17 € gekommen)

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@doumer Darum erwähn ich's, weil der Beitrag von goza zu falschen Rückschlüssen führen könnte - man könnte meinen, da kommt jetzt alles trotzdem problemlos durch, nur ein wenig teurer.
Die Kosten beim Import aus Japan steigen zwar gleichermassen wie bei Importen aus China, aber bei denen aus China muss man zusätzlich noch einen Unbedenklichkeitsnachweis zur Hand (oder am Paket) haben, was man bei denen aus Japan scheinbar nicht zu brauchen scheint.

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@Shibo Einerseits bist du da gut 50 resp. 70 Jahre der Geschichtsschreibung hinterher, andererseits ist das auch eine aktuelle, politische Frage, welche ich direkt der Merkel stellen würde, ob Deutschland Taiwan's Eigenständigkeitsbestreben zukünftig mehr Anerkennung schenken möchte oder nicht.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass für Importe aus Taiwan keine Unbedenklichkeitsnachweise gefordert werden. Den Artikel finde ich leider nicht mehr wieder. Weiß da jemand genaueres?

Ob die EU oder Deutschland Taiwan als Staat anerkennen oder nicht, muss sich ja nicht zwingend auf die Einfuhrbestimmungen für Produkte aus Taiwan auswirken. Über die politischen Implikationen von unterschiedlichen, oder aber gleichen Einfuhrbestimmungen für Waren aus China und Taiwan wollte ich jetzt ehrlich gesagt nicht diskutieren.

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vor 52 Minuten schrieb Shibo:

Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass für Importe aus Taiwan keine Unbedenklichkeitsnachweise gefordert werden.

Früher auf jeden Fall, aber aktuell hätte ich noch nichts diesbetreffendes gesehen - wäre aber erfreulich und sehr wohl ein politisches Zeichen, denn ...

vor 54 Minuten schrieb Shibo:

Ob die EU oder Deutschland Taiwan als Staat anerkennen oder nicht, muss sich ja nicht zwingend auf die Einfuhrbestimmungen für Produkte aus Taiwan auswirken.

... wenig würde deren Unabhängigkeitsbestrebungen mehr unterstützen.

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Anscheinend machen manche Leute hier komplett Gegenteilige Erfahrungen was Tee aus China angeht als ich. Seit Jahren bestelle ich eigentlich nur Tee aus China und musste nie einen Unbedenklichkeitsnachweis erbringen. Auch jetzt noch nicht. Klar "dann hattest du bisher Glück" blablabla. Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. 

Auch wenn ich noch nicht davon betroffen war, geht mir dieser Unbedenklichkeitsnachweis ziemlich auf die Nuss. Kann man da nix machen? Wieso kann man als Zoll da keine Sonderberechtigung für Privatpersonen machen? Denkt ihr so etwas wie eine Petition würde da etwas bringen? Ich denke es gibt mehr Gründe dafür es für Privatpersonen zu erleichtern, als dagegen.

 

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vor 25 Minuten schrieb krypt.on:

Seit Jahren bestelle ich eigentlich nur Tee aus China und musste nie einen Unbedenklichkeitsnachweis erbringen.

Moment, Moment, was vor dem 1. Juli 2021 war ist jetzt gar nicht mehr wichtig.
Wie jemand neulich erwähnte, könnte es eine Kulanz- und Umstellungszeit geben.
Es geht mir bloss darum, dass hier nicht überstürzte Schlussfolgerungen vermittelt werden.
Besser mal abwarten und Tee trinken, es werden schon noch Leute berichten, die gerade Pakete unterwegs haben.
Wenn sich ein breiteres Bild der neuen Handhabung zeigt ...

vor 26 Minuten schrieb krypt.on:

Auch wenn ich noch nicht davon betroffen war, geht mir dieser Unbedenklichkeitsnachweis ziemlich auf die Nuss. Kann man da nix machen? Wieso kann man als Zoll da keine Sonderberechtigung für Privatpersonen machen? Denkt ihr so etwas wie eine Petition würde da etwas bringen? Ich denke es gibt mehr Gründe dafür es für Privatpersonen zu erleichtern, als dagegen.

Der Punkt ist eben, dass es Absicht seitens der Politik ist, um die Leute daran zu hindern selbst in China Dinge zu bestellen, um den deutschen und europäischen Binnenmarkt, spricht die hiesigen Händler und Produzenten zu stärken, und dabei geht es natürlich nicht nur um Tee.

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@GoldenTurtleich wollte damit niemanden irgendwie angreifen oder so. Bitte nicht falsch interpretieren. 

 

Deshalb schrieb ich ja: "Auch jetzt noch nicht". Weil ich zwei Bestellungen erhalten habe auch nach dem 01.07. Klar Kulanzzeit etc... mhm naja letztlich alles Bauchgefühl was jetzt der Grund sein könnte.... 

 

Und zu dem zweiten Teil, genau deshalb sagte ich ja, eine Aussnahme explizit beim Tee für Privatpersonen wäre ja eine nachvollziehbare Forderung. 

 

Tut mir leid falls ich da etwas zu optimistisch derzeit bin, ich habe wie gesagt nur Angst nicht mehr getrost bei meinen Lieblingshändlern bestellen zu können. Denn einige liefern ja keinen Unbedenklichkeitsnachweis mit.

Bearbeitet von krypt.on
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vor 14 Stunden schrieb krypt.on:

eine Aussnahme explizit beim Tee für Privatpersonen wäre ja eine nachvollziehbare Forderung

Das wäre schön, wenn es bei der Politik um Nachbollziehbarkeit gehen würde - tut es aber leider nicht, wie sonst überall auch, geht es ausschließlich um Macht und Geld :( 

vor 14 Stunden schrieb krypt.on:

Denn einige liefern ja keinen Unbedenklichkeitsnachweis mit.

Kennst du denn welche, die das tun? Mir wäre keiner bekannt - und nein, irgendwelche Berichte von chinesischen Labors (wie es manche Händler in der Vergangenheit angeboten haben) werden nicht zugelassen - der Bericht muss in Deutsch vorliegen und es darf kein "Massentest" sein wie z.B. "alle 2020er YS Tees enthalten keine Pestizide".

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vor 22 Stunden schrieb krypt.on:

Auch wenn ich noch nicht davon betroffen war, geht mir dieser Unbedenklichkeitsnachweis ziemlich auf die Nuss. Kann man da nix machen? Wieso kann man als Zoll da keine Sonderberechtigung für Privatpersonen machen? Denkt ihr so etwas wie eine Petition würde da etwas bringen?

Der Unbedenklichkeitsnachweis betrifft ja nicht nur Tee, sondern generell Agrarerzeugnisse aus China. Im Hinblick auf den Import zu Handelszwecken ist das aus meiner Sicht auch absolut nachvollziehbar aus deutscher/europäischer Sicht.

Was man da machen kann? Du kannst eine Petition starten, aber ich glaube nicht, dass das Problem so viele Leute in Deutschland betrifft, dass eine nennenswerte Anzahl an Unterschriften zusammenkommt (z. B. für eine Befassung im Bundestag). Man könnte das Anliegen auch beim/bei der Bundestagsabgeordneten des eigenen Wahlkreises vortragen, damit er/sie es gegenüber der Regierung vorbringen kann und dies ggf. die Zollbestimmungen ändert (soweit das im Einklang mit europäischem Recht möglich ist).

Ich glaube aber, dass dieses Problem eine derart kleine Nische betrifft, dass es sehr schwer wird, eine Änderung der Vorschriften herbeizuführen. Dieses Problem ist ja nicht einmal für alle Nutzer in diesem Teeforum relevant. Bei allem Ärger, den es uns Tee-Hobbyisten verursacht, sollte man sich vor Augen führen, dass dieses Problem - insbesondere aus Sicht von politischen Entscheidungsträgern - extrem unbedeutend ist. Zumal, da uns mit dem EU-Binnenmarkt einer der größten Märkte überhaupt offen steht und man Pu-erh bei z. B. deutschen, französischen oder slowakischen Händlern einfach und zollstressfrei beziehen kann.

Auch vor der Umstellung der Importregeln waren die Unbedenklichkeitsnachweise ja schon fällig. Dennoch dürften die meisten Bestellungen mit Umfängen, die eindeutig für den Privatkonsum gedacht sind, einfach durchgegangen sein. Ich glaube, mehr als Ausprobieren und Beobachten lässt sich da nicht machen.

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@AnTuras hm, so hab ich das noch nie gesehen (dass die selbe Regelung nicht nur für Tee sondern auch für ALLE anderen Agrarerzeugnisse aus China gilt) - vor dem Hintergrund ist es zwar nicht weniger beschissen aber zumindest nachvollziehbarer, danke für den Hinweis!

Dennoch bin ich dafür, dass der Mensch selbst denken dürfen sollte: wenn ich mir Tee auf Taobao für 1,50$ pro Bing kaufe und denke, ich muss den trinken, dann soll ich das tun dürfen - schließlich kann man auch in DE einfach in den Laden gehen und eine Flasche Schnaps kaufen, und diese trinken. An Alkohol sterben jährlich deutlich mehr Menschen und tragen Langzeitschäden davon als an Pestizidrückständen in Agrarerzeugnissen, daher ist auch vor diesem Hintergrund die Verhältnismäßigkeit meiner Meinung nach nicht gegeben aber wie ich eben festgestellt habe, sieht jeder die Dinge eben anders...

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@doumer

Naja, die schädliche Wirkung von Alkohol ist ja seit langer Zeit bekannt und wird auch breit kommuniziert. So kann man davon ausgehen, dass Einzelpersonen beim Konsum von Alkohol zumindest informiert sind, welche Schäden dadurch verursacht werden können. Die Frage der Sucht und des Kontrollverlusts, welche eine bewusste Abwägung der Risiken erschweren, einmal außen vor gelassen.

Das Problem bei Pestiziden ist ja, dass man die schädliche Wirkung vieler Stoffe noch nicht abschätzen kann, und dass sie erst gar nicht transparent deklariert werden. Ganz zu schweigen von Pestiziden die so neu sind, dass sie noch gar nicht ausreichend auf schädliche Auswirkungen überprüft werden konnten (siehe auch die Brot-Doku, die El Sapo gestern gepostet hat.

Ich bin aber bei dir, dass diese Handhabung bei Privatimporten aus China dämlich ist. In Supermärkten, in denen Leute massenhaft einkaufen um ihren Grundbedarf abzudecken, sollten die Konsumenten unbedingt geschützt werden. Wenn allerdings irgendwelche Freaks für den Eigenbedarf Tee, Kräuter, oder meinetwegen auch Grundnahrungsmittel (warum auch immer) aus China bestellen wollen, dann sollte man sie einfach gewähren lassen. Wenn die Motivation hinter den Kontrollen wirklich der Schutz des Konsumenten ist (was ich bezweifle), dann gäbe es auch andere Wege. Zum Beispiel einen großen roten Sticker neben den kleinen grünen, auf alle Pakete mit Agrarerzeugnissen aus China. Da kann dann so etwas draufstehen wie "Sollte für die enthaltenen Produkte kein Unbedenklichkeitsnachweis vorliegen, könnten sie mir Pestiziden belastet sein, die in der Europäischen Union aus gesundheitlichen Gründen nicht zugelassen sind".

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vor einer Stunde schrieb doumer:

Dennoch bin ich dafür, dass der Mensch selbst denken dürfen sollte

Nur um das klarzustellen: Wir sind da einer Meinung. Wer den von dir beispielhaft angeführten Taobao-Bing für 1,50$ trinken möchte, der soll das von mir aus tun dürfen. Ich habe versucht, mich dem ganzen Problem ohne die Tee-Brille zu nähern, um die von @krypt.on aufgeworfenen Fragen zu beantworten. Und da sehe ich ehrlichgesagt wenig Chancen auf kurzfristige Besserung.

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@Shibo ja genau, "informiert sein" ist das Stichwort (und Grund für mein Beispiel): wer sich Tee in China bestellt, macht das nicht aus einer Laune heraus ohne zu wissen, was dahinter steckt - die kaufen den Tee im Supermarkt oder wenn es mehr als Beuteltee sein soll im lokalen Teeladen - ich bestell mir ja auch nicht ein Pfund Mehl in China weil ich lustig bin (als Nicht-Mehl-Enthusiast tut es für mich auch das aus dem Supermarkt). Wer sich soweit informiert, um Tee in China zu bestellen und dann TROTZDEM Billigtee kauft, weiß worauf er sich einlässt (daher das Beispiel mit dem Alkohol - wer Alkohol trinkt, weiß worauf er sich einlässt und tut es trotzdem) und es liegt dann in seiner Verantwortung. Daher fände ich eine Idee wie der von dir erwähnte rote Sticker sehr gut - da kann man dann herzlich drüber lachen, weil man weiß, dass es bei hochwertigem Tee fehl am Platz ist, muss aber keine Zoll-Lotterie mehr spielen und Angst haben, dass der Tee nicht ankommt.

@AnTuras ja, ich leider auch nicht - "Denken" war noch nie eine Stärke der Gesellschaft :(

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@AnTurasdanke, jetzt kann ich die Verordnungen tatsächlich besser verstehen.

Ich denke der Vorschlag von @Shiboist echt top.

Bei Tees aus China muss man sich auch eingestehen, dass wenn man nicht die mega billigen kauft, das Risiko für Pestizide auch sehr gering ist.

Ich denke ich werde mal eine Mail an den Zoll ausformulieren mit Fragen und diesem Vorschlag. Ich hatte letztens ein Anliegen und mir wurde schnell und professionell geantwortet. Klar wird es wahrscheinlich nicht viel bezwecken, aber ich kann es ja mal probieren.

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vor einer Stunde schrieb krypt.on:

Ich denke ich werde mal eine Mail an den Zoll ausformulieren mit Fragen und diesem Vorschlag

Fragen wird man Dir sicherlich beantworten, das mit dem Vorschlag allerdings hat keinen Sinn. Vor allem anderen sind Beamte in ihrem Handeln an Recht und Gesetz gebunden - in diesem Fall vor allem EU-Recht. Daher wäre die zuständige Adresse für Vorschläge Dein/e EU-Parlamentsabgeordnete/r. Ob das nun sinnvoll(er) ist, sich stattdessen an den/die zu wenden oder von vornherein vergebliche Liebesmüh, dazu sage ich mal nix ...

Beamte haben allerdings bei Einzelfallentscheidungen einen Ermessensspielraum; das Ermessenshandeln darf selbstredend nicht gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen. In der Regel (so jedenfalls nach meiner Erfahrung) läuft das bei privaten Teebestellungen in China auf 'ein Auge zudrücken' hinaus; selbst Beamte können erstaunlich vernünftig sein und nicht alle sind darauf aus, den Bürger zu schikanieren, wo es nur geht. Vor allem, wenn schon aus der Bestellmenge ersichtlich ist, dass die Ware rein zum persönlichen Bedarf bestimmt ist. Festlegen (womöglich sogar schriftlich) auf eine konkrete Art der Ermessensausübung - etwa nach dem Motto 'Teesendungen an Sie winken wir einfach durch' - wird sich allerdings kein Beamter. Das wäre keine Einzelfallentscheidung mehr und somit wäre das auch kein zulässiges Ermessen.

Nach Gesetzeslage sind private Käufe von Lebensmitteln im Nicht-EU-Ausland grundsätzlich riskant, dessen muss man sich bewusst sein. Wenn man das Risiko vermeiden will, muss man in der EU kaufen. Eine Änderung dieser Situation ist nur durch Änderung der gesetzlichen Bestimmungen möglich - und dafür ist der Zoll nicht zuständig. Die sind Exekutive, nicht Legislative.

_()_

Bearbeitet von SoGen
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vor 5 Stunden schrieb doumer:

Dennoch bin ich dafür, dass der Mensch selbst denken dürfen sollte: wenn ich mir Tee auf Taobao für 1,50$ pro Bing kaufe und denke, ich muss den trinken, dann soll ich das tun dürfen - schließlich kann man auch in DE einfach in den Laden gehen und eine Flasche Schnaps kaufen, und diese trinken.

Ich hoffe keiner kauft jetzt Brennspiritus, ist ja auch Alkohol und günstig.

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  • Joaquin änderte den Titel in Neue EU-Regeln für Tee-Importe

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