miig

Kyobancha - die unterschätzte Spezialität

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Seit einer impulsiven Großbestellung bei Yunomi hab ich diese interessanten Tees bei mir und hab sie auch ziemlich ins Herz geschlossen. Sie wurden mal am Rande erwähnt in Threads zu Hojicha kochen und allgemein , aber soweit ich sehe wurde diesen interessanten Tees noch kein explizites Thema gewidmet.

Es handelt sich um japanische Tees die oft den Grüntees zugeordnet werden, aber von ihnen kaum weiter entfernt sein könnten. Zur groben Orientierung: Es sind zwar Banchas, sprich es werden große Blätter geerntet, vor oder nach der edlen Frühjahresernte. Während dieser werden die zarten jungen Blätter und Sprossen für die hochwertigen Senchas und Gyokuros und Co. verwendet. (Alles eine Faustregel, gibt natürlich Ausnahmen).

Die klassischen Banchas sind derber und meistens weniger lecker sind als die guten Frühlingstees und können mit wesentlich heißerem Wasser aufgegossen werden. Sie enthalten ob der älteren Blätter weniger Koffeein / Teein. Aber diese Tees sind noch typische Grüntees.

Kyobancha hingegen wird geröstet, und zwar nicht zu zart. Die Blätter erhalten verschiedene Brauntöne und sehen aus wie Herbstlaub. Man kann sie mit kochendem Wasser übergießen oder sogar so richtig auskochen, siehe Links oben. Ich persönlich fand den Unterschied zwischen beiden Zubereitungsarten nicht zu dramatisch. In jedem Fall ist es ein interessanter Tee: Er ist jetzt nicht enorm komplex, aber sehr gefällig, mit brotigen, erdigen, und, naja, laubigen Noten :D

Vor allem aber ist der  Tee kaum anregend, da der ohnehin schon niedrige Koffeingehalt durch die starke Röstung weiter gesenkt wird. Oft findet man im Internet die Angabe, der Tee enthielte fast garkein Koffeein.  

Ich kenne jetzt die zwei Sorten, die von Yunomi kommen und die ich schon probiert habe:

Kihara Kyobancha/

und

Obubu Kyobancha

Beide sind ziemlich günstig (16$ / 200g und 10$ /100g) und schmecken recht ähnlich, wobei der Kihara noch etwas derber und rauchiger ist. Nichtsdestotrotz sind es gut zu trinkende, gefällige, sehr angenehm wirkende Tees. Finde ich :)

Gibts hier noch weitere Freunde der Kyobanchas? Nur her mit euren Meinungen !

bearbeitet von miig

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Ahhh Kyobancha... hatte den auch schonmal im Hause, allerdings bin ich nicht gerade ein Freund davon :D Ich kann aber durchaus verstehen, warum den andere so interessant finden. So etwas rauchiges hat man selten in der Tasse ;)



Ich hatte mal das zum Thema Kyobancha (auch: Iribancha) geschrieben: http://www.japan-kyoto.de/iribancha/


bearbeitet von ckaden

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Hi,


danke für deinen Beitrag!





für den Westler entweder gefährlich, ziemlich abartig, oder man sollte zumindest Vorsicht walten lassen.




:lol: :lol: :lol:


Womöglich hattest du etwas krassere Kyobanchas in der Tasse? Ich würde voll und ganz sagen dass sie nicht im engeren Sinne köstlich sind, aber durchaus im weiteren Sinne lecker. Womöglich ist mein Gaumen auch durch das Trinken von feucht gelagerten Brutalitäten aus Südchina abgehärteter :huh: ? Wenn man von einem fruchtigen Grüntee kommt dann sperrt man wohl schon erstmal die Augen auf.. aber hast du mal einen Batabatacha probiert? Der ist wirklich nichts für schwache Nerven. (Zugegebenermaßen auch nicht dazu gedacht, als Tee im klassischen Sinne getrunken zu werden).



Bin ja mal gespannt wie andere den Kyobancha einordnen würden :)


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Also die zwei, die ich hab, garnicht! Ich würd sagen, eher grob  wie ein stärker gerösteter Oolong, aber natürlich ohne die fruchtigen Noten, mit leicht holzigen Aspekten und vor allem Röstaroma ohne Ende. Aber ich find sie nur am Rande rauchig.


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Kommt immer darauf an, wie man sie zubereitet. 



Dank des niedrigen Koffeingehaltes werden die gerne zum Abend-Essen getrunken.


Auch für Kleinkinder und alte Menschen soll es ja ein guter Durstlöscher sein. 



Nach dem rituellen Essen im Dojo wurden die Essschalen mit diesem Tee der Reihe nach gesäubert. Anschließend trank man diese Spülbrühe. Von daher bin ich in Bezug auf diesen Tee etwas vorbelastet.  :whistling:


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Interessant und vermutlich ein eher polarisierender Tee. Geht der Geschmack in die Richtung von chinesischem Rauchtee?

Der Geschmack geht, wie Miig bereits geschrieben hat, eher Richtung stark geröstetem Oolong. Ein anderer, ähnlicher Tee ist Houjicha.

Siehe auch: http://teapedia.org/de/Kyobancha und http://teapedia.org/de/Houjicha.

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Ja genau, viele Dank Diz, ... und ich hatte auch mehrfach gelesen, daß er wohl noch röstiger/rauchiger schmecken soll als Houjicha, daher die Frage ob er in die Richtung von Rauchtee gehen könnte. Rauchtee setze ich in der kalten Jahreszeit ganz gern in der Küche ein. Diese Woche werde ich Gelegenheit bekommen ihn zu probieren. Bin schon gespannt.  ;)


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Schöner Beitrag miig :thumbup:



Kyobancha hatte ich mal, ist allerdings ein Weilchen her. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, dann fand ich ganz OK. Nichts, wass mich vom Hocker gehauen hat, weder positiv noch negativ.  ;) 



Habe deinen Beitrag heute erst gar nicht gefunden, weil ich unter "Grüntee Japan" gesucht habe. Das letzte mal war er in der Liste der neuen Beiträge, und da habe ich mir nicht gemerkt unter welcher Rubrik du ihn gepostet hast. Du schreibst ja selbst, dass er mit einem typischen japanischen Grüntee nicht viel gemein hat. Das hat mich dann daran erinnert, dass wir hier ja schon das ein oder andere Mal über den Begriff Bancha gestolpert sind. Da ich zum Tee selber nicht so viel beitragen kann, also was zum Thema Bancha aus der Theoriekiste. ;) 



Hier und da liest man ja gelegentlich, Bancha sei der Alltagstee der Japaner. Wenn man sich die Trinkgewohnheiten der Japaner heutzutage anschaut, wären Zweifel an diese Aussage durchaus angebracht. Für diese Aussage wiederum spricht, dass es zur Herkunft des Begriffes Bancha eben auch eine Theorie gibt, dass sich dieser von einer einfachen Beilage zum Essen (obanzai) ableitet und somit mit "alltäglich" zu assoziieren ist. Die andere wäre ban als Zählwort für die Pflückung.



In einem Zeitungsartikel der Nippon Keisei Shinbun, den ich zu dem Thema mal gelesen habe, ist der Autor der Frage nachgegangen, warum im Raum Kanto (Tokyo usw.) sowie Kansai (Osaka, Kyoto usw.) Bancha, gemeint ist hier die Aufgussfarbe, grün ist, während sie im Nordosten (Tohoku) und Hokkaido bräunlich ist. Dabei ist er dann auch über Kyobancha und Konsorten gestolpert. Natürlich kann man auch einfach Bancha Bancha sein lassen, aber wenn man diesen Tee kategorisieren wollte, würde sich hier auch nach Meinung einiger anderer Autoren eine Zwei- bzw. Dreiteilung anbieten.



1. Bancha im Sinne von Tee niederer Qualität (下級茶 kakyu-cha): also eine spätere Pfückung und/oder grössere Blätter (4,5 Blatt usw.), in Punkto Herstellung weist der Tee aber keine Abweichungen von anderen japanischen Tees (Sencha, Kabuse, Tamaryoku-cha usw.) auf. Kriterium ist hier ledigliech der Unterschied in der Qualität. Beispiele hierfür wären ein Ni-Bancha, Aki-Bancha oder Kawayanagi aus Kyoto bzw. Uji.



2. Regionaler Bancha: ein Tee, der in einer bestimmten Region traditionell verortet ist, und in der Herstellung von den zwei grossen Strömungen des japanischen (Grün)Tees, gedämpfter Grüntee (Sencha, Tamaryoku-cha, Gyokuro, Kabuse-cha usw.) und Kamairi-cha, ihren Demono (Kuki-cha, Mecha usw.) sowie nachbearbeiteten Tees a la Hoji-cha*, abweich, aber doch noch irgendwie ein Grüntee ist. Also auch nachfermentiert z.B. Schwarztee oder Oolong hingegen sind keine Banchas, wen wunderts. ;)  Beispiele für regionale Banchas sind Kyobancha (Iribancha), Batata-cha, Goishi-cha usw. Diese Tees waren, und das schliesst dann den Bogen zu obiger Aussage, in ihrer Region eine Art "Alltagstee". Ich schreibe das mal in der Vergangenheit, auch wenn es durchaus sein kann, dass das auf den ein oder anderen Tee heutzutage noch zutrifft. 



3*. Bancha aufgrund unterschiedlichem Sprachgebrauch. Im Nordostjapan (Tohoku) und Hokkaido wird "Bancha" anstelle von "Hoji-cha" verwendet, was dann auch erklärt, warum im Nordosten ein Bancha vornehmlich eine braune Aufgussfarbe hat, und in Tokyo eine grüne. Ist vielleicht auch nicht so wichtig, wollte es der Vollständigkeit aber trotzdem erwähnt haben.

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In einem Zeitungsartikel der Nippon Keisei Shinbun, den ich zu dem Thema mal gelesen habe, ist der Autor der Frage nachgegangen, warum im Raum Kanto (Tokyo usw.) sowie Kansai (Osaka, Kyoto usw.) Bancha, gemeint ist hier die Aufgussfarbe, grün ist, während sie im Nordosten (Tohoku) und Hokkaido bräunlich ist. 

3*. Bancha aufgrund unterschiedlichem Sprachgebrauch. Im Nordostjapan (Tohoku) und Hokkaido wird "Bancha" anstelle von "Hoji-cha" verwendet, was dann auch erklärt, warum im Nordosten ein Bancha vornehmlich eine braune Aufgussfarbe hat, und in Tokyo eine grüne... 

Kyobancha hatte ich bisher leider noch keinen, jedoch verschiedene Bancha und Houjicha, welche bei mir beide deutlich braune und keine grünen Aufgüsse ergeben.

Kann es sein, dass in manchen Gegenden Konacha als Alltagstee gilt (und einfach als Bancha bezeichnet wird)?

Konacha hätte ja eindeutig eine grüne Aufgussfarbe und ist dadurch, dass er aus den bei der Teeproduktion entstehenden Blattkrümel besteht, deutlich günstiger, als vergleichbare Qualitäten und somit ein praktischer Alltagstee. Der wiederum aber auch mehr Koffein enthält, als die gerösteten Bancha und Houjicha.

Quellen sind angelesene Weisheiten aus den Teebeschreibungen verschiedener Shops. :)

bearbeitet von Raku

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Kann schon sein. Wobei Kona-cha genau wie Mecha, Kuki-cha usw. streng genommen zu den sogenannten "Demono" zählen. Das sind Nebenprodukte, die bei der Produktion der Hauptprodukte Sencha, Gyokuro usw. entstehen. Die werden zwar in der Regel qualitativ niedriger angesehen als das Hauptprodukt, ein Nebenprodukt eines guten Gyokuro oder Matcha kann aber durchaus teurer sein als ein Sencha beispielsweise.

Vielleicht hätte ich das oben noch dazu schreiben sollen, bei Bancha der Kategorie 1 ist das Unterscheidungsmerkmal die Qualität des Ausgangsmaterials, also spätere Pflückungen oder die unteren härteren größeren Blätter bei sonst ähnlichem Produktionsprozess. Natürlich fallen dabei auch Nebenprodukte an, ist ja klar, aber ich glaube die dürfte man seltener im Handel finden. ;)

bearbeitet von seika

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Am 3/15/2016 um 19:19 schrieb Anima_Templi:

Kyobancha von Maiko.

Ein einfacher Tee, der mir einfach vorzüglich schmeckt!

Hab heute auch diesen Tee in der Tasse, ich bin etwas überrascht von ihm. Die bisherigen Kyobanchas, die ich hatte, waren alle recht uniform: Dunkles, tiefbraunes Blatt und ein very rösty Aroma, das sich zwischen Erde und Holz bewegt.large.572b692135991_KyobanchaMaiko1.jpg.

Dieser hier wurde vermutlich heißer, und viel kürzer geröstet: Viele Blätter sind noch (gelblich-)grün, dafür gibts auch regelrecht verbrannt aussehende Stellen. Beides kannte ich noch nicht, übers braune gingen die bisherigen Kyos nie hinaus.

 large.572b6a9eb47c2_KyobanchaMaiko3.jpg.

Das Aroma ist somit auch ganz anders: Wesentlich leichter, zum ersten Mal erkenne ich in solch einem Tee den Bancha-Anteil wieder. Dieses Aroma wird auf sehr interessante Weise durch einige verbrannte Noten abgerundet. Auch die Aufgussfarbe ist viel heller.

https://www.teetalk.de/uploads/monthly_2016_05/large.572b6921994ee_KyobanchaMaiko2.jpg.16d220d76a5013a8eb7dbd9cf638b4b5.jpg

Fazit: Der Grundcharakter ist nicht unähnlich: Ein rustikaler, für Feingeister wohl sogar derber Tee, der durchaus einen interessanten und angenehmen Charakter hat, aber keineswegs gefällig oder betörend wirken könnte. Allerdings in einer interessanten Variation, die zum Teil leichter ist als die "braunen Kyos", zum Teil auch kohliger :ph34r: Sehr guat in jedem Fall!

 

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Gast Gast195

Ach Paul, du lässt einem die Illusion das Altern etwas romantisches hat. Vielen Dank dafür ;)

Zum Topic, Kyobancha ist so gar nicht mein Fall, ich mag einfach keine Röstaromen im Tee.

Hab hier noch 100g in der Gefriertruhe rumfliegen, die ich mir für ne besondere Gelegenheit oder unhöflichen Besuch aufspare.

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Bisher hab ich Kyobancha nur ein paar mal getrunken, mir hatte er geschmeckt, aber es war für meine Mutter nicht das richtige Teegeschenk :/ muss mir auf jeden Fall auch mal wieder welchen kaufen, gekauft hatt ich meinen bei Yuukicha.

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Bonjour!

Ich weiß, das Thema ist schon etwas älter, aber ich habe neulich auch erstmals einen Kyobancha getrunken und war positiv überrascht. Meint ihr, man könnte den auch selbst aus einem gewöhnlichen Bancha herstellen, vielleicht mit einer Hojicha-Pfanne? Hätte Lust mal selbst etwas zu rösten :)

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Hey,

das sollte auf jeden Fall gehen. Hier im Forum haben ja auch schon Leute ihre Oolongs nachgeröstet, nicht wahr, @GoldenTurtle. Ich denke, es braucht halt ein wenig Übung, bis man den Dreh raus hat - aber wenn du sachte rangehst und dich vortastest, dürfte das schon auf Anhieb was passables ergeben. Es gibt halt kein Zurück, wenn man zu viel geröstet hat :)

Ich würde auch meinen, dass eine ordentliche Koch Pfanne ausrecht - am besten was mit schwerem Boden, das länger die Wärme speichert und sie langsam, aber gleichmäßig abgibt, damit du keine verbrannten Stellen bekommst.

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Nachträglich rösten kann man prinzipiell jeden Tee. Kyobancha selber herzustellen dürfte allerdings nicht so ganz einfach sein, vor allem wegen der Größe und dem Volumen der Blätter. Ansonsten steht dem fröhlichen rösten nichts im Wege. :D

 

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Was für Ausgangsmaterial bräuchte ich denn dafür? "Normaler" Bancha ist meist schon gerollt und dann dürfte es mit dem Rösten schwierig werden. Große Pfanne mit schwerem Boden ist auf jeden Fall schonmal ein guter Hinweis!

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Das müsstest du ausprobieren. Gerollten Bancha hatte ich glaub noch nie. Meiner sieht aus wie Laub 9_9

 

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    • Von cml93
       
      Seit diesem Monat wieder bzw. neu im Sortiment: Zwei handgepflückte Matchas von Herrn Tsuji aus Uji-Shirakawa:
      Tsuji handgepflückter Matcha "Master Blend"
      Das Cultivar "Gokô" gibt dem Tee ein kräftiges und ausdruckstarkes Umami mit leicht fruchtigen Noten, die an Trockenfrüchte erinnern und eine angehme Süße, die mit dem sehr ausgewogenen und milden Aroma des Samidori-Cultivars perfekt harmonieren.
      Das Cultivar Gokô wird vor allem für Gyokuros verwendet, Matchas dieses Cultivars sind eine absolute Rarität.

       
      Tsuji Wettbewerbs-Matcha "Asahi"
      Dieser Matcha wurde mit der traditionellen Honzu-Technik beschattet und war unter den besten vier Matchas beim nationalen Wettbewerb von 2017 und unter den besten sechs 2018 gewesen.
      Eine unglaublich cremige Textur, dazu eine starke Süße und Umami mit Schokoladen-Noten machen diesen Matcha zu einem echten Erlebnis. Des Weiteren ist dieser Matcha nicht ein bisschen bitter und sehr rund und ausgewogen. Ohne Frage einer der besten Matcha Japans und eine absolute Rarität.

       
       
      Die Tees sind hier erhältlich:
      https://www.yutaka-tee.de/de/matcha/
    • Von seika
      Nachfolgend noch ein paar Zeilen zu dem Izumo-Tee, den ich vor kurzem in der Kanne hatte. Bei dem Tee handelt es sich um einen (Futsu)Sencha, den ich mir letztes Jahr vor Ort in Izumo, einer Stadt in der Präfektur Shimane gekauft habe. Shimane gehört, wie man hier abschätzig sagt, zum "rückwärtigen" Teil Japans. Dies bezieht sich auf die etwas abgeschiedene Lage am Japanischen Meer, an der die wirtschaftliche Entwicklung so ein wenig vorbei gegangen ist. Das nur am Rande. Dabei ist Izumo in Japan durchaus geläufig, da hier einer der ältesten und bedeutendsten Shintō Schreine steht, der Izumo-Taisha, wo sich alljährlich die Kami (Götter) treffen. Bei meinem Besuch waren sie aber nicht anwesend... Als Teeanbaugebiet ist Shimane, was die Produktionsmenge angeht, eher unbedeutend, allerdings hat sich aufgrund der Teeleidenschaft des früheren Lehnsherren eine bei der Bevölkerung tief verankerte Tee-Alltagskultur entwickelt. Ein Beleg ist dafür ist unter anderem einer der höchsten Tee pro Kopf Verbräuche Japans. 
      Für mich zusätzlich interessant, das dieser Tee in einem meiner Teebücher gelistet ist. In dem Buch mit dem Titel "日本茶の図鑑" (Englischer Untertitel:Knowledge of Japanese Tea) sind neben dem Grundwissen, 119 Tees aus den verschiedensten Regionen aufgeführt. Neben ein paar Informationen zu der Region, ihrer Geschichte und dem Hersteller, ist ein Bild der Blätter sowie der Aufgussfarbe zu finden. Weiter unter angegeben sind Informationen zu den verwendeten Kultivieren, hier: Saemidori, Yabukita und Okumidori; zum Preis und Kontaktdetails, wie Telefonnummer bzw. Homepage. Interessanter finde ich die kleine Infografik ganz unten. Auf einer Skala von 1 bis 5 wird in der ersten Zeile die Aufgussfarbe, bei Sencha unter anderem ein Indikator für die Länge der Bedampfung, angeben, links grün und rechts gelb. Der Izumo-cha wird hier mit 3 genau in der Mitte bewertet. In der zweiten Zeile wird der Duft bzw. das hi-ire bewertet; links "Röstaroma" und rechts wörtlich "Duft der jungen Blätter" also schwaches hi-ire. In der dritten Zeile geht es um den Geschmack, links Umami und rechts Herbe oder Bitterkeit. Dazu noch eine Empfehlung zur Zubereitung. Zusammenfassend wird der Tee wie folgt eingestuft: Aufgussfarbe: im mittleren Bereich zwischen grün und gelb; Duft: frisch, "grün"; Geschmack: leichtes Umami. Kling nach einem Tee, der meine Geschmackspräferenzen trifft. Mal schauen, wie er sich tatsächlich in meinem Kännchen schlägt.    

      Los geht es mit einem Blick auf die Blätter.

      Die Farbe auf dem Foto mag aufgrund des künstlichen Lichts beim fotografieren etwas täuschen, bei natürlichem Licht sind sie etwas dunkler. Von der Form her im schmalen Bereich und wie ebenfalls zu sehen, (aufgrund des Blends?) nicht besonders einheitlich von der Farbgebung. Deckt sich mit dem Foto aus dem Buch. 
      Bevor es weiter geht, vorab noch ein paar Details zum ersten Aufguss. Ich habe weder gewogen noch die Temperatur gemessen, einzig bei der Zeit schaue ich auf die Uhr. Nach meiner Erfahrung dürften es etwa 4-5g gewesen sein. Die Temperatur dürfte etwa 70-75 Grad betragen haben, und die Ziehzeit war 45 Sekunden. Als Aufgussgefäß kam meine Kōransha Kyūsu mit Sazanka-Motiv und ca. 180ml Fassungsvermögen zum Einsatz, die Fukagawa-Seiji Schale faßt ungefähr 100ml. Zu den beiden gesellte sich farblich und vom Material her abweichend eine hellblaue Hagi-yaki Yuzamashi. 
      .    
      So nun zur Frage, inwieweit die Bewertung aus dem Buch zutrifft. Natürlich kann ich hier nur mit subjektiven Eindrücken aufwarten, die bestätigen aber im Großen und Ganzen die Einschätzung dieses Tee. Die Farbe ist wie zu erkennen grün-gelb. Der Duft sehr frisch, von hi-ka keine Spur. im Mund zeigt sich ein komplexes Gebilde aus Umami, Süße und Herbe mit einem mittleren Körper. Gefällt mir sehr gut. 

      Der zweite Aufguss, den ich ich mit etwa 85 Grad an- und sofort abgegossen habe, ist farblich schon etwas intensiver und auch grüner. Das spiegelt sich auch im Geschmack wieder, mehr Körper ein wenig mehr Herbe, ohne aber zu aufdringlich zu sein. Ebenfalls sehr lecker. Insgesamt habe ich vier Aufgüsse gemacht, wobei der letze wohl eher meiner Sentimentalität geschuldet war, da ich noch etwas in Erinnerungen and eine schöne Zeit im Sommer letzten Jahres schwelgen wollte.

      Zu guter Letzt noch ein paar Impressionen vom Izumo-Schrein. Ich hoffe, euch hat die kurze Vorstellung ebenso viel Spaß gemacht, wie mir. 


       






       
       
       
       
       
       
       
    • Von Paul
      Weiß jemand Bezugsquellen für den traditionellen Hong Kong Oolong über den Wilson schreibt?
      http://teapotnews.blogspot.com/2019/01/my-fondness-for-traditional-hong-kong.html
    • Von Teemann12
      Hallo Grüntee-fans.
       
      Ich liebe japanische n Grüntee und möchte gerne wissen wie viel Teelöffel grüner Tee ich in eine 370ml große Kyushu geben muss damit der Tee mir gut bekommt.
       
      Viele grüße keven
    • Von cml93
      Seit dieser Woche sind neue handgepflückte Matchas (u.a. ein neuer Wettbewerbs-Matcha) und Gyokuros angekommen:
       
      Kobayashi handgepflückter Gyokuro "Gokô"
       

      Ein handgepflückter Premium-Gyokuro aus der Top-Region Kyotanabe vom nationalen Champion (2014), Herrn Kobayashi.
      Das würzig-kräftige Umami vom und eine elegant-süßen Geschmack vom Cultivar verleihen diesem Gyokuro ein unvergleichlich fruchtig-süßes Aroma, welches stark an Pfirsich erinnert.
       
      Kobayashi handgepflückter Gyokuro Zairai

      Schattentee aus dem Cultivar Zairai (eigentlich kein Cultivar, sondern aus Samen gezogene Teebäume, wo sich verschiedene Cultivare vermischt haben) ist eine absolute Rarität und wird heutzutage so gut wie kaum noch angebaut. Ein Grund dafür ist, dass jeder Zairai-Strauch etwas anders schmeckt und Zairai sehr schwierig per Hand zu pflücken ist (im Vergleich zu Cultivar-Sträuchen).
      Dieser Zairai-Gyokuro ist in den ersten Aufgüssen erstaunlich elegant mit einer tollen Würze, starkem Umami und einer fruchtigen Süße. Nach und nach tritt die Würze in den Vordergrund, die dem Tee immer mehr Körper und ein "dunkles" Aroma verleihen, welches diesen Gyokuro so unglaublich spannend macht.
       
      Kobayashi handgepflückter "Gyokusen"

      Bei diesem Tee handelt es sich um einen Blend aus einem Gyokuro des Cultivars Saemidori (aus Uji-Tawara, Kyoto) und einen Senchas wiederum des Cultivars Saemidori (Wazuka, Kyoto). Alle Tees sind handgepflückt und Tees absoluter Spitzenklasse.
      Wir haben diesen Tee zusammen mit Meister Kobayashi vor Ort geblendet und hatten die innovative Idee, Gyokuro und Sencha zu blenden. Wir haben ihn daraufhin "Gyokusen" (jap. 玉煎) getauft ("Gyoku" von Gyokuro und "Sen" von Sencha) und ihn gibt es exklusiv bei uns.
      Der erste Aufguss ist unglaublich süß, extrem kraftvoll, aber ausbalanciert. Hier wirkt das feine Umami des Gyokuros und das kräftige Umami der Sencha zusammen, welches ein ganz neues Geschmackserlebnis erlauben. Auch der zweite und dritte Aufguss haben noch ein starkes Umami, ab dem vierten Aufguss geht der Gyokusen dann langsam in Richtung Sencha über, wo aber stehts die Süße des Gyokuros dem Tee eine perfekte Balance gibt.
       
      Kobayashi Wettbewerbs-Matcha "Uji-Hikari"

      Ein handgepflückter Wettbewerbs-Matcha aus dem Top-Anbaugebiet Kyotanabe. Kyotanabe ist für dafür bekannt, den besten Gyokuro Japans zu produzieren, aber auch Matcha der absoluten Spitzenklasse werden in dort produziert.
      Herr Kobayashi hat mit seinem Tencha (Ausgangsmaterial für Matcha) schon den nationalen Wettbewerb gewonnen und holt jedes Jahr Top-Platzierungen mit seinen Tees. Dieser Matcha ist der beste aus dem Hause Kobayashi und wir sind stolz, neben unserem Wettbewerbs-Matcha von Herrn Tsuji einen weiteren Wettbewerbs-Matcha der absoluten Spitzenklasse in unser Sortiment aufnehmen zu können.
      Das seltene Culitvar "Uji-Hikari" verleiht diesem Matcha eine unglaubliche Süße und Umami, dazu ein leicht kakaoartiges Aroma und insgesamt extrem rund ohne auch nur einen Hauch bitter zu sein mit einer wunderbar cremigen Textur.
       
      Kobayashi handgepflückter Matcha "Samidori"

      Dieser Matcha hat ein sehr stark ausgeprägtes Umami und Süße, die mit einer hauch-zarten Herbe untermalt werden. Insgesamt sehr ausdrucksstark und elegant zugleich, dazu extrem cremig und leicht fruchtig.
       
      Kobayashi handgepflückter Matcha "Premium Blend"

      Ein handgepflückter Matcha-Blend aus dem Top-Anbaugebiet Kyotanabe (Samidori) und Wazuka (Tenmyô).
      Ein extrem ausgewogener Matcha mit einem angenehmen Umami und einer starken Süße. Leicht nussige Noten runden das Gesamtbild ab. Ein handgepflückter Top-Matcha zum fairen Preis!
       
      Alle Tees sind ab sofort auf www.yutaka-tee.de erhältlich. Die bereits im letzten Monat angekündigten Oolongs sind nun auch im Shop verfügbar.
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