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Hallo alle,

drei neue 2017er-Tees sind jetzt online. Mich würden sie ja schon sehr interessieren, grade da so viel spekuliert wurde *g* Gibt es Interessenten an einer gemeinsamen Bestellung? Z.B. je 1 Cake vom Gulan, Tian Xiang und Miyun würde 229$ kosten. Wenn z.B. 4-7 Leute mitmachen, könnte man sich mal durchprobieren und darüber austauschen.

Freiwillige vor! :)

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Ich könnte mir vorstellen mitzumachen, jedoch nur wenn wir genug sind, um den Preis pro Kopf unter 40€ zu bekommen. Da ich momentan und in nächster Zeit noch einige andere Tee-Ausgaben hatte/geplant habe, wäre das mein Schmerzlimit... ^^"...

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Mensch, ich habe heute vom Postboten die Rechnung präsentiert gekriegt und musste über 100 Kröten Zoll für den Erhalt eines Päckchens aus Deutschland bezahlen, und es ging dabei nicht mal um Tee! :sauer:

Ich mach dann mal wieder TKP, zumindest bis nächsten Montag. :ph34r:

Immerhin kann ich, Diz sei dank, demnächst wahrscheinlich Maocha vom Willy verkosten ... mal schauen, evtl. geb ich euch noch ne Warnung, wenn es sehr mies ist.

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Aukay. @Ann, ist dein Like meines ursprünglichen Posts ein Signal von Interesse oder nur von Sympathie? *g*

Vom Gulan gäbe es nämlich auch 100g-Cakes. Somit könnten wir, wenn wir jetzt zu dritt / zu viert sind, von den günstigeren Shengs je einen großen Bing nehmen und vom Gulan einen kleinen. Dann wären wir bei 142 $, geteilt durch 3 bzw. durch 4, und kämen dann wohl nicht über die 50€ pro Person hinaus.

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vor 4 Stunden schrieb miig:

Aukay. @Ann, ist dein Like meines ursprünglichen Posts ein Signal von Interesse oder nur von Sympathie? *g*

Ehrlich gesagt aus Sympathie... hab mein Budget grad fast schon ans Limit getrieben, den letzten Rest spar ich mir für die Teezui auf...   :$

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OK alles klar :)  In dem Fall wird es wohl nichts werden, William verschickt ja versandkostenfrei ab 30€. Wäre halt nett gewesen das zusammen zu machen, aber wenn es noch Interessenten gibt, die Williams Tees kaufen, können wir ja dennoch unsere Eindrücke vergleichen.

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@miig Es gibt doch von allen dreien 100g Flädchen, nimmst halt je eines für dich, so kommst du auf versandkostenfrei und der Totalpreis ist etwa in dem von dir anvisierten Bereich. Und du hast weniger Bruch, nämlich gar keinen, wesentlich weniger Aufwand und nicht mal Zoll zu befürchten. Und trotzdem kannst du uns dann massives Feedback geben ... was spricht also noch dagegen? :D

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Hehe das stimmt. Da sprechen allerdings vor allem zwei Dinge dagegen, die zugegebenermaßen subjektiver Natur sind:

1) 100g-Bings finde ich irgendwie unanständig. Das ist wie ein Glas mit 300ml Bier zu bestellen... so etwas macht man nicht... vor allem nicht öffentlich.

2) Ich persönlich würde auch mehr nehmen, mir gings eher drum, mal wieder eine gemeinsame Verkostungsaktion zu machen, besonders da so viel über Wills Tees spekuliert wurde.

Danke aber für die Anregung :)

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vor 15 Minuten schrieb GoldenTurtle:

@miig Es gibt doch von allen dreien 100g Flädchen, nimmst halt je eines für dich, so kommst du auf versandkostenfrei und der Totalpreis ist etwa in dem von dir anvisierten Bereich. Und du hast weniger Bruch, nämlich gar keinen, wesentlich weniger Aufwand und nicht mal Zoll zu befürchten. Und trotzdem kannst du uns dann massives Feedback geben ... was spricht also noch dagegen? :D

wäre auch mein plan gewesen.. william meinte allerdings auch vorgestern dass er die cakes mitte juli in frankreich versenden kann von bannacha aus, da hat man dann keine zollprobleme.

falls jemand jetzt schon den importeur übernehmen mag wäre ich mit den drei 100g cakes dabei und noch einem anderen 200g cake. da lieg ich für 4 cakes unter 100 euro.

vor 12 Minuten schrieb miig:

1) 100g-Bings finde ich irgendwie unanständig. Das ist wie ein Glas mit 300ml Bier zu bestellen... so etwas macht man nicht... vor allem nicht öffentlich.

2) Ich persönlich würde auch mehr nehmen, mir gings eher drum, mal wieder eine gemeinsame Verkostungsaktion zu machen, besonders da so viel über Wills Tees spekuliert wurde.

so, da trifft sich das doch wunderbar.. also 100g bings find ich persönlich super als "probe" :) denn die 20g sind mit 2-3 mal trinken weg. ich find eher dass man so was nicht macht, das macht keinen spaß wenns dann gleich weg ist und knapp und man entwickelt bei 2-3 mal trinken noch kein richtiges gefühl für den tee. bei den 100g hat man einfach länger was davon und keine knappheit und wenn einer richtig gut ist kann man immer noch nen 357 bestellen davon. dazu hat man den 100er in nem schönen wrapper, find ich immer toller als n viertel fladen angebrochen in papertüte.

fragt sich nur ob jetz wer den importeur spielen mag und für jeden 300-500g tee mitbestellen ;)

mir ist das zu actig mit dem zoll und gdsk usw. da wart ich im grund lieber bis mitte juli zum unstressig bestellen aus frankreich.

aber falls jemand bestellen will, wär ich gern dabei mit den 3 100ern und nem 200er.

bearbeitet von digitalray

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vor 1 Stunde schrieb miig:

100g-Bings finde ich irgendwie unanständig. Das ist wie ein Glas mit 300ml Bier zu bestellen... so etwas macht man nicht... vor allem nicht öffentlich.

Hah, ich mach das sehr wohl! :D

Aber eigentlich trinke ich gar kein Bier mehr, seit ich mehrmals bewusst wahrgenommen habe, wie viel schlechter die Alkoholqualität vom Bier im Vergleich z.B. zu hochqualitativem Vodka ist. Beim Wein ist es immerhin noch etwas besser als beim Bier, irgendwo dazwischen. Diz scheint mit seiner Vermutung letztes Jahr ganz recht gehabt zu haben, besonders obergärige Biere (z.B. Weizen) scheinen eine noch niedrigere Alkoholqualität als untergärige Biere (z.B. Pils) zu haben.

So, wieder zurück zum Thema ... was bringst du auch bloss für Vergleiche aufs Parkett miig. noway.gif

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vor 3 Stunden schrieb miig:

1) 100g-Bings finde ich irgendwie unanständig. Das ist wie ein Glas mit 300ml Bier zu bestellen... so etwas macht man nicht... vor allem nicht öffentlich.

:ph34r:

An alle Pils-Liebhaber da draussen: Ihr seid nicht allein! Und niemals täte ich ein Pils anders akzeptieren, als eiskalt kredenzt in einem eleganten 0,3l Glas. (Ausgenommen eine schöne 0,4l Tulpe! :P:love:

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vor 10 Minuten schrieb Anima_Templi:

:ph34r:

An alle Pils-Liebhaber da draussen: Ihr seid nicht allein! Und niemals täte ich ein Pils anders akzeptieren, als eiskalt kredenzt in einem eleganten 0,3l Glas. (Ausgenommen eine schöne 0,4l Tulpe! :P:love:

Bist du nicht aus Bayern? Irgendwie hatte ich abgespeichert du wärst ausm Freistaat...

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vor 43 Minuten schrieb Anima_Templi:

:ph34r:

An alle Pils-Liebhaber da draussen: Ihr seid nicht allein! Und niemals täte ich ein Pils anders akzeptieren, als eiskalt kredenzt in einem eleganten 0,3l Glas. (Ausgenommen eine schöne 0,4l Tulpe! :P:love:

Ahhh, solltest Du möglicherweise doch noch zur Teezui kommen können ... na dann geb ich Dir gerne ein kühles, elegantes Pils aus. 9_9 No kemmer a weng Schwäbisch babbla? :lol:

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vor 2 Stunden schrieb Ann:

Bist du nicht aus Bayern? Irgendwie hatte ich abgespeichert du wärst ausm Freistaat...

Nein, ich bin Schwabe. :)

@teekontorkiel

Ich denke nicht, aber ich hoffe wir können iwann mal ein kühles, herbes Blondes zusammen trinken! :)

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Hehe, das ist ja schön dass meine kleine Provokation so gut funktioniert hat ^_^. Ich bin ja auch Schwabe und hab nicht ganz ernsthaft die bayerische Vorliebe für Western-Style beer drinking zitiert (= 1 Liter am Stück). Hab natürlich keinerlei kaum Vorbehalte gegen Menschen, die Gongfu-Bier trinken.

Wobei, diese 100g-Bings... ich finde, digitalray hat Recht damit, dass es ein gutes, aussagekräftiges Muster ist, aber ein Flädle ist kein Fladen, auch das weiß der Schwabe besonders gut. Wahrscheinlich ist das einfach Gewohnheit, aber man ist halt doch an größere Bings gewöhnt. Wobei ich es grade bei Sheng schon auch echt schön finde, wenn man genug Tee hat dass man über die Jahre hinweg immer wieder davon naschen kann und sehen, wie es sich entwickelt. Immerhin - andere Leute tun sich auch schwer mit dem Wandel der Zeiten:

http://mattchasblog.blogspot.de/2017/05/the-xiao-binging-of-puerh-industry.html

Ansonsten - ich würde die Sache erstmal auf Eis legen. Wenn die Tees dann über Bannacha verschickt werden können, ist das wohl doch einfacher. Und wer weiß, vielleicht klappts ja ein andermal mit einer gemeinsamen Verkostungsaktion :)

bearbeitet von miig

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schade :D

aber dann bin ich schon mal gespannt auf Juli wenn der Thread hier wiederbelebt wird und alle ihre Eindrücke teilen.

Wobei ich dazu geneigt bin mein Geld gar nicht erst für die beiden günstigeren Cakes auszugeben von 20-40 Jahre alten Gärten und jungen Plantagenbüschen.

Ich hab das bereits 2 mal mitgemacht bei Bannacha mit den günstigen Sachen und ja, die Qualität ist eher gut als schlecht, man findet keine negativen "Fehler" im Blatt, also kein Rauch, Bruch, starke Bitterkeit etc., aber man bekommt eben auch nur 20% Power der teuren Ancient Garden Cakes, die ja eh auch noch Abstand haben zu reinem Gushu, dafür aber auch noch relativ günstig sind bei William, da er aus > 100 Jahre alten Teebaum-Gegenden eben nicht nur die alten Bäume pflückt, sondern auch die jüngeren aus der Gegend dazumischt. Das gibt ein etwas leichteres Geschmacksbild, das sogar mir langsam gar nicht mehr ausreicht wenn man mal die guten Gushu Kugeln für 50 Euro das Stück (8g) probiert hat ;)

Aber gut, für den Alltag tuns Williams teurere Cakes auf jeden Fall und alles hat seine Vor und Nachteile ggü anderem, bei WIlliam's (Halb-)Gushu schätze ich auf jeden Fall die sanfte Behandlung verglichen mit CNNP, etc., und feinere Aromen, auch wenn die geschmackliche Intensität nicht an richtigen Gushu rankommt. Aber vllt. sollte man William's Tee auch nicht mit richtigem Gushu vergleichen.

Er bewirbt seinen Tee auch nicht mehr als Gushu (Tee von >100 Jahre alten Bäumen) sondern als Tee aus Gu (Ancient > 100 Jahre alten) cha yuan  Gärten (jüngere und ältere Bäume), und gibt bei den günstigen Tees um die 10-15 Euro die 100g auch an, dass es sich um < 40 Jahre alte Gärten handelt, wo auch alles dabei sein kann, also nicht unbedingt nur 40 Jahre alte "Bäumchen".

Jedenfalls hat mich der Herbst Sheng 2016 und der Herbst Gu cha ( gu cha yuan )  2016 etwas enttäuscht, der Gu Cha Yuan ging noch, war aber nicht soo intensiv und vielfältig in den Aromen wie richtiger Gushu, der einfache Sheng war qualitativ ok, aber von der Intensität und den Aromen nur auf 20%, kostete aber auch nur 10 Euro die 100g.

für mich persönlich nach einem solchen Cake und davor zwei 357g Autumn Cakes 2015 als "lohnt sich nicht" abgestempelt, wobei die Spring Ernte nochmal etwas besser ist als Herbst, aber auch da hat mir einiges gefehlt, was sich preislich zwar gut dargestellt hat, aber dann lieber mehr Geld anlegen für was gescheites.

Aber die Erfahrung muss jeder selber machen.

Ich werd mich dieses mal vllt. doch lieber an die Gu Cha Fladen halten bzw an "den", bisher gibts ja nur einen bei ihm von 2017. und dafür aber auch noch ein paar Samples der Mr Yang Gu Cha Cakes versuchen die preislich bei 70-100 Euro rum für einen 357g Cake liegen und auch halb Gushu sind, also aus alten Gebieten mit >100 Jahre alten Bäumen, allerdings eben auch jungen Bäumen aus der Gegend dabei.

William schrieb mir mal

"what stands as gushu depends on the producing area, in Jingmai, gushu grade means small and big trees of the ancient tea gardens picked together, but in Yiwu, it means only the big trees. If you want only the big trees in Jingmai, you should ask for
Dan Zhu 单株
(literally "single trees", even though several trees are harvested) "

echten Gushu gäbs bei William also nur als Single Tree gekennzeichnet, wobei mich der Single Tree von letztem Jahr nicht überzeugen konnte von der Intensität verglichen mit anderem Gushu, was aber auch an der Herstellung liegen kann und evlt. beabsichtigt war.

bearbeitet von digitalray

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vor 1 Stunde schrieb digitalray:

Wobei ich dazu geneigt bin mein Geld gar nicht erst für die beiden günstigeren Cakes auszugeben von 20-40 Jahre alten Gärten und jungen Plantagenbüschen.

Hihi, genau das dachte ich auch.

Aber ein 100g Sample kann auch ein wenig sehr gross sein, wenn einem der Tee nicht so sehr gefällt. Gewisse Sheng halten allerdings 1 Jahr Winterschlaf, bevor sie "aufmachen". Das sollte man alles nicht vergessen wenn man sampled.

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Hallo zusammen, es hat sich wieder Interesse ergeben an einer Bestellung. Wir würden uns auf die Jingmai-Tees beschränken: Gulan, ein, zwei mittelklassige Shengs und die Jingmai-Schwarztees. Möchte noch jemand mitmachen?

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    • Von PQ31
      Ein weterer Sheng Puer aus meiner Sammlung. Seit 2017 in Deutschland. Huang Pian Material von Yiwu/Yunnan China. Wohl aus Maocha von 2015 gepresst.
      Habe schon einen Teil aus dem ziemlich fest gepressten Material herausgenommen. 15€ mit Versand in Luftpolsterumschlag per Brief.
       

    • Von Krabbenhueter
      Nun endlich möchte ich dieses hier Thema eröffnen:
      Dazu ein Beitrag auf meinem blog:
      https://krabbenhueter.blogspot.com/2019/11/gushu-shu-puerh-2.html
      und der erste in der Serie:
      https://krabbenhueter.blogspot.com/2019/10/gushu-shu-puerh-1.html
      Ich bin mir doch recht unschlüssig, was den Gushu so besonders auszeichnet. 
      Wahrscheinlich habe ich zu wenige davon probieren können.
      Ich bin also noch auf der Suche nach anderen "echten" Gushu Shu Puerh, die ich verkosten könnte.
      Diese zwei, die ich jetzt hatte, sind schon sehr schön. Ob das allerdings am Gushu liegt oder allgemein am Tee wage ich noch nicht zu entscheiden.
      Wer möchte also dazu noch etwas beitragen, seine Erfahrungen hier mit mir teilen?
    • Von Sheng92
      Hallo liebes Forum!
      Ich bin gerade eingetreten und möchte mich erstmal vorstellen.
      Ich bin 27 Jahre alt und trinke seit einigen Jahren gerne verschiedenen Tee.
      Das reicht von indischem Schwarztee (vorzugsweise Darjeeling 1st flush), über diversen Oolong bis hin zu Sheng Puerh.
      Zu grünem Tee sage ich auch nicht nein, gefällt mir, aber reizt mich nicht so.
      Nun hatte ich vor langer Zeit einen Sheng Puerh Abbruch zur Probe, welcher mich umgehauen hat.
      Es war ein 2008er Jahrgang aus Yiwu, von Meister Yu.
      Leider musste ich, da ich nun mal einej ganzen Kuchen dieses leckeren Tees erwerben möchte, feststellen, dass er in fast allen shops bis an die 300€ pro Kuchen kostet.
       
      Kennt jemand den Tee und hat nen Geheimtipp für einen shop?
      Oder auch einen alternativen, bezahlbaren Tee, der ihm geschmacklich nahe kommt?
       
      Liebe Grüße Sheng92
    • Von xióngmāo
      Vorab, der folgende Text schildert eine Momentaufnahme, ein Work in Progress, unter der Kenntnis von begrenztem, akkumuliertem Teewissen, und noch dazu, unerhörter Weise, einen äußerst subjektiven Eindruck. Ich vermute, dass sich das über viele Jahre als Vorspann eigentlich immer voranführen lässt, oder aber auch gleich ganz weglassen. 
      Des Weiteren habe ich die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen; im Gegenteil, es fühlt sich oft an, als würde ich mit der kleinen Kuchengabel ein paar Brösel vermeintlicher Weisheit aufsammeln, von denen ein beträchtlicher Teil zwischen den Spießen durchrieselt, um dann Jahre später erst in den Couchrinnen der Erinnerungen wiedergefunden zu werden. 
       
      Genug Abschweifungen, ohne Umschweif nun der Frevel, den ich hiermit an die Beitragstür nageln werde: Alter Tee ist und bleibt ... alter Tee. 
      Um dem ungehörten Skandal in dieser Aussage nochmal aufs Pferd zu helfen: Für mich verliert gereifter Pu Erh prinzipiell ebenso viel, wie er gewinnt. Als unwissender Westler darf ich das ohnehin behaupten, und noch dazu fühle mich vom wohlig wärmenden Strom aus westlichem Marketingflausch auch richtig davon getrieben in meiner Welt. Und noch viel Schlimmer ... was bleibt mir denn anderes übrig, ohne mich zu ruinieren? 
      Und um jetzt wieder etwas die Schärfe aus dem Gesagten zu nehmen, nochmal etwas rationaler eingeordnet in die Bildbände meiner Geschmacksbilbliothek: Ich weiß den Geschmack von gereiftem Pu Erh, soweit ich bisher welchen probieren konnte, den Koryphäen des Elements sowie Pu Erh Allwissende aus Gegenden Chinas, die nach mindestens mehreren Jahrzehnten Reifezeit verlangen, noch als Aged oder Semi-Aged zulassen würden. 
      Allerdings ist der springende Punkt in meinem Widerwillen himmelhochjauchzend in den Lobesgesang alten Shengs oder einfach nur kopfnickend in das Mantra des Alt ist besser einzustimmen, eben der, dass da eben im Alten Tee so viel weniger in Wilde Richtungen entspringt. 
      Es ist herrlich in die Welt der Aromen von Leder, altem Pergament, Herbstlaub, Kampfer und Krypta-Weihrauch Mystik einzutauchen. Aber auch wenn es hier durchaus große Unterschiede gibt, und manchen Tees das Aufstoßen der Pforte in diese Hallen des gereiften Geschmacks verwehrt bleiben mag, im Grunde bleibt für mich diese Geschmackswelt der große Gleichmacher der ungestümen Vielfalt eines lebendigen und faszinierenden Guts, wie es junger und älter werdender Sheng nunmal sein kann. 
      Da sprießt aus der Jugend des Tees so viel Herkunft, Terroir, Weisheit und Perfektion der Verarbeitung, gewollte Beeinflussung von natürlicher Entwicklung des jungen Tees, ungestüme Bitterkeit und erstaunliche Süße, dass es mir schwer fällt eine ähnliche Vielfalt in den reifen Jahren zu finden. Das hat mitnichten mit Komplexität in meiner Wahrnehmung zu tun, die noch eher steigen kann, aber nicht muss. Es hat mit Vielfalt zu tun, die sich auf einen engeren geschmacklichen Bereich einengt mit dem Alter. Die geschmacklichen Diskussionsrunden des Alters sind über die Vielfalt der Jugend im Vergleich doch in engerer Runde verbunden. Höre ich mich richtig, ist alt jetzt schlechter als jung? Das frage ich mich kopfschüttelnd. 
      Ich habe mit Interesse wahrgenommen, was James von TeaDb dazu zusammenfassend aus Zhang Jinghongs Puer Tea: Ancient Caravans and Urban Chic vorzutragen hat. Konsequenterweise hat sich jenes Buch auch ganz oben auf meinen eigentlich nach First Come First Served abzuarbeitenden Buchturm zu Babel gemogelt. Kurz gesagt, scheint es durchaus auch im Reich der Mitte diverse Meinungen dazu zu geben. Auf die unterschiedlichen Meinungen und korrespondierenden Gruppierungen und die Frage, ob das bei Tee-Farmern eine freiwillige Entscheidung zu jung Getrunkenem ist, das Diktat der Erfahrenen es andersherum vorgibt, oder es bei erst jüngst erschlossenen Zielgruppen schlichtweg Unwissenheit sein muss, gehe ich nicht weiter ein, weil mir die Buchstaben ausgehen und ich es gerade ohnehin hinreichend getan habe. 
      Nun dann, ich lasse mich gerne von weiteren Tees, insbesondere gereiften, auch weiter vom Gegenteil überzeugen. Ich glaube aber in meinem Zustand der augenblicklichen Überheblichkeit nicht daran, dass es so leicht machbar wird. 
      Vielmehr scheint mir das momentan mit dem gereiften Tee vielmehr so zu sein, wie mit dem Leben und der Weisheit an sich, ganz pathetisch, ganz allegorisch, ganz überheblich. Trinke ich jungen Tee, so bewundere ich all die Kraft und frühen Mut und Vielfalt, die er mit sich bringt und erwische mich dabei, daran zu denken, wie er sich wohl weiterentwickeln mag, über Jahre oder Jahrzehnte hinweg. Trinke ich älteren Tee, bin ich begeistert, ob der gesetzten Weisheit und manchmal überrascht, ob der festgefahrenen Engstirnigkeit und frage mich, mit Wehmut, wie er wohl jung war und was da noch alles dahinter steckte und was ihn zu dem gemacht hat, das er ist. Ich frage mich, was seine Lebensgeschichte ist und denke mir Geschichten aus, weil ich sie nicht kenne. 
      Was ich mir noch ausmale ist, einen Tee über Jahre zu trinken, und diese Geschichten zu erleben, die frühe Überheblichkeit und lauten Töne, die Wehmut der vergangenen Jugend und den Stolz auf das gelungene älter werden zu kennen und das Erreichen gesetzter Weisheit zu verstehen. 
      Und das bringt mich zu meiner These:
      Alter Tee ist Alter Tee. 
      Umgekehrt gilt das auch.
      Mit einem Tee zu Altern, das ist großes Kino.
      Was soll ich jetzt schon in Wehmut verfallen, indem ich mein Tee-Budget überschwänglich für Weisheit ausgebe, über die ich nur fabulieren kann. 
      Und wie das so ist, mit solchen Erkenntnissen, sind sie meist nicht die Bits Wert, in denen sie geschrieben sind. 
    • Von miig
       
       
       
      Wenn ich es richtig sehe, dann gibt es hierzu bisher noch keinen dezidierten Faden. Und der ursprüngliche Link ist kaputt (der Vollständigkeit halber: http://china-cha-dao.com/blogs/news/8379278-puerh-tea-brewing-technique-lesson-by-douji-ceo-mr-chen)
      Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich das noch nie so richtig ausprobiert hab. Wird dann wohl mal Zeit. Ich mach den Faden auch auf anlässlich @GoldenTurtle's Erwähnung dieser Methode und der Nachfrage von @OstHesse. Dann können wir das gleich hier besprechen, und diese Methode bekommt eine würdige Diskussion




      Also hier die Chance, kategorischen Behauptungen mit Teetalkscher Schwarmintelligenz zu begegnen, um die Wahrheit zu extrahieren
       
       
       
       
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